07 April 2026, 14:15

Stichwahl in Solingen: Briefwahl-Rücklauf bricht um 15 Prozent ein

Ein historisches Illustration titled 'A Thrilling Incident During Voting - 18th Ward, Philadelphia, Oct. 11' showing a group of people wearing hats, with one person holding papers in their hand.

Stichwahl in Solingen: Briefwahl-Rücklauf bricht um 15 Prozent ein

Stichwahl in Solingen: Rücklauf der Briefwahlstimmen deutlich niedriger als bei Hauptwahl

Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Solingen ging der Rücklauf der Briefwahlunterlagen im Vergleich zur Hauptwahl deutlich zurück. Während im September bei der Hauptwahl 88,9 Prozent der Stimmen ausgezählt wurden, waren es in der Stichwahl nur noch 73,3 Prozent. Als Hauptgrund für den Rückgang nannten die Behörden die engen postalischen Fristen.

Die Stadt hatte für die Hauptwahl am 14. September 25.586 Briefwahlunterlagen verschickt, von denen 22.745 zurückkamen – das bedeutet, dass etwa jeder achte Wähler seine Unterlagen nicht zurücksandte. Bei der Stichwahl am 27. September wurden dagegen nur 16.415 der ausgegebenen Stimmen ausgezählt.

Wähler, die ihre Unterlagen nicht erhalten hatten, konnten bis zum Mittag des Vortags Ersatzdokumente anfordern. Dennoch nutzten 6.466 Wahlberechtigte ihr Briefwahlrecht nicht. Zudem gaben 1.348 Wähler ihre Stimme lieber persönlich im Wahllokal ab statt per Post.

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Historische Daten zeigen ein ähnliches Muster: 2015 lag die Rücklaufquote in der Stichwahl bei 81 Prozent, während sie in der Hauptwahl 91,38 Prozent erreichte. Stichwahlen verzeichnen in der Regel eine geringere Wahlbeteiligung als die erste Runde.

Die diesjährige Rücklaufquote von 73,3 Prozent spiegelt sowohl postalische Verzögerungen als auch den typischen Rückgang der Beteiligung in zweiten Wahlgängen wider. Da weniger Briefwahlstimmen eingingen, stieg der Einfluss derer, die persönlich wählten oder die Fristen einhielten. Die Stadt hat bisher keine weiteren Änderungen am Briefwahlverfahren angekündigt.

Quelle