11 February 2026, 08:16

Steuerfahnder prüfen 60.000 Influencer-Akten auf Betrug in Milliardenhöhe

Ein altes deutsches Aktienzertifikat mit schwarzem Rand und der Aufschrift "Aktie über Einhundert Reichmark"

Steuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - Steuerfahnder prüfen 60.000 Influencer-Akten auf Betrug in Milliardenhöhe

Deutsche Steuerbehörden prüfen 60.000 Influencer-Akten auf mögliche Steuerhinterziehung

Bundesweit untersuchen die Finanzämter rund 60.000 Datensätze von Influencern auf Verdacht der Steuerhinterziehung. Dabei geht es um Transaktionen in Höhe von etwa 1,4 Milliarden Euro für den Zeitraum zwischen 2024 und 2025. Nordrhein-Westfalen (NRW) und Bayern treiben die Ermittlungen voran – allein in NRW werden bereits 6.000 Akten geprüft und über 200 Verfahren eingeleitet.

Auslöser für die Ermittlungen war die Beschlagnahmung von Datensätzen durch das Landesamt für Steuerfahndung Nordrhein-Westfalen (LBF NRW) von verschiedenen Social-Media-Plattformen. Die Unterlagen enthielten tausende Einträge zu Einnahmen von Influencern. Seitdem haben die Behörden in NRW über 7.000 Personen identifiziert, die möglicherweise Einkünfte nicht oder nicht vollständig deklariert haben.

Schon im vergangenen Jahr hatte NRW eine spezielle "Influencer-Taskforce" innerhalb seiner Steuerfahndungsbehörde eingerichtet. Das Team überprüft nun jeden Einzelfall, um festzustellen, ob Steuern in voller Höhe abgeführt wurden. Bayern, ein weiterer zentraler Akteur in den Ermittlungen, ist seit Jahren Vorreiter bei ähnlichen Untersuchungen.

Angesichts der schieren Menge an Fällen wird die Auswertung beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen. Die Behörden warnen, dass die Bearbeitung aller 60.000 Datensätze umfangreiche Ressourcen und eine enge Abstimmung erfordern wird.

Sollte sich der Verdacht der Steuerhinterziehung bestätigen, könnten die Ermittlungen zu erheblichen Steuernachzahlungen führen. Bei einem Volumen von 1,4 Milliarden Euro könnte das Ergebnis auch Auswirkungen darauf haben, wie Influencer künftig ihre Einnahmen deklarieren. NRW und Bayern werden ihre Arbeit fortsetzen, während andere Bundesländer die Entwicklungen genau beobachten.

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