26 March 2026, 06:08

Städtebau-Netzwerk DEFUS sucht neue Wege für lebendige Innenstädte in NRW

Offenes Buch mit detaillierter Stadtkarten-Illustration und umgebender Architekturplanung und Text.

Städtebau-Netzwerk DEFUS sucht neue Wege für lebendige Innenstädte in NRW

Einundzwanzig Städte in Nordrhein-Westfalen sind mittlerweile Teil des landesweiten Städtebau-Netzwerks (DEFUS), einer einzigartigen Allianz, die die Zusammenarbeit in der Stadtplanung fördert. Die Initiative, die bis Januar 2025 auf 21 mittelgroße und große Kommunen sowie drei Organisationen angewachsen ist, vereint rund 160 Städte unterschiedlicher Größe. Kürzlich trafen sich Fachleute und lokale Verantwortliche in Solingen, um neue Ansätze zur Belebung von Innenstädten zu erörtern.

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Rund 30 Vertreter aus etwa 20 Städten kamen in Solingens Gläserne Werkstatt zusammen, um über die Zukunft von Fußgängerzonen und Stadtentwicklung zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Solinger Strategie City 2030, die als Ausgangspunkt für weiterführende Gespräche diente. Die Teilnehmer waren sich einig, dass klassische, auf den Einzelhandel ausgerichtete Fußgängerzonen den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Experten betonten die Notwendigkeit einer größeren funktionalen Vielfalt in den Stadtzentren. Gefordert wurden attraktive Wohnmöglichkeiten, gut gestaltete öffentliche Räume und gemischte Nutzungsformen, um Menschen zurück in die Innenstädte zu locken. Auch neue Mobilitätskonzepte, wie die Freigabe von Fußgängerzonen für Radfahrer, wurden als entscheidend für die Wiederbelebung urbaner Räume hervorgehoben.

Die Arbeitsgruppe Innenstadt innerhalb des Netzwerks wurde als wichtige Plattform für den fortlaufenden Austausch gewürdigt. Andreas Budde, Solingens stellvertretender Bürgermeister, unterstrich den Wert von Kooperation und Wissensaustausch bei der Bewältigung städtischer Herausforderungen. Gleichzeitig wurde Emsdetten als Vorbild für innovative Strategien präsentiert – ein Beispiel dafür, wie zukunftsorientierte Planung Stadtflächen verwandeln kann.

Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Verständnis, dass die Revitalisierung von Innenstädten mutige Entscheidungen und langfristiges Engagement erfordert. Die Teilnehmer verließen das Treffen mit einer klareren Vision, wie Zusammenarbeit und flexible Planung lebendigere urbane Räume gestalten können. Die nächsten Schritte des Netzwerks zielen darauf ab, die Diskussionen in konkrete Maßnahmen für ganz Nordrhein-Westfalen umzusetzen.

Quelle