26 February 2026, 16:28

Sprengung des Kühlturms markiert Frimmersdorfs Wandel vom Kohlekraftwerk zum Innovationsstandort

Die Ruinen des Palais Royal in Paris, Frankreich, sind von Flammen umgeben und rauchender Qualm steigt in den Himmel, während Menschen um das Gebiet herumgehen, das von Laternen beleuchtet wird, und französischer Text am unteren Bildrand zu sehen ist.

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - Sprengung des Kühlturms markiert Frimmersdorfs Wandel vom Kohlekraftwerk zum Innovationsstandort

Der 117 Meter hohe Kühlturm des ehemaligen Kraftwerks Frimmersdorf wurde durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der vor Ort als 'Die Quelle' bekannte Turm gehörte zu Block Q, der 2021 endgültig stillgelegt wurde. Das Gelände wird nun im Rahmen einer umfassenden Umgestaltung der rheinischen Region neu entwickelt.

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In den 1960er-Jahren war Frimmersdorf einst das größte Kraftwerk Europas. Heute wird das 70 Hektar große Areal zu einem Digital- und Innovationshub für Industrie, Handel und Dienstleistungen umgewidmet. Drei Unternehmen - RWE, Chemours und ein Logistikdienstleister - haben bereits zugesagt, bis Februar 2026 dort ihre Aktivitäten aufzunehmen.

Für den Abriss des Kühlturms waren Straßen Sperrungen und eine vorübergehende Einstellung des Schiffsverkehrs auf der Erft notwendig. Anwohner blieben jedoch unbeeindrachtigt, da das Kraftwerk in ausreichendem Abstand zu Wohngebieten liegt. Der nördliche Bereich mit den Blöcken P und Q soll bis Mitte 2028 vollständig abgerissen werden.

Nicht alle Bauwerke werden verschwinden: Die 550 Meter lange Maschinenhalle, die als Baudenkmal eingestuft ist, bleibt erhalten. Auch das zentrale Kraftwerksgebäude wird erhalten und beherbergt künftig ein neues Rechenzentrum der IT.NRW, der Landes-IT-Behörde. Geplant sind zudem ein Innovations- und Bildungscampus mit Schwerpunkt IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung sowie ein Geschichtspfad, der den Steinkohlebergbau dokumentiert.

Die Neugestaltung markiert den Wandel vom Braunkohleabbau hin zu digitaler und industrieller Innovation im Rheinland. Auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände entstehen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und erhaltene historische Bauwerke. Abriss- und Bauarbeiten werden voraussichtlich noch bis mindestens 2028 in mehreren Phasen fortgesetzt.