17 June 2026, 16:54

SPD-Politiker lehnt höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW ab

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker lehnt höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW ab

Ingo Schäfer, SPD-Abgeordneter, hat sich in einem Schreiben an führende Vertreter der Landesregierung Nordrhein-Westfalens gewandt. Darin lehnt er Pläne ab, das Rentenalter für Feuerwehrleute von 60 auf 61 Jahre anzuheben. Schäfer betont, dass die bestehende Regelung beibehalten werden müsse, um diejenigen zu schützen, die einen körperlich extrem anspruchsvollen Beruf ausüben.

Sein Schreiben richtete er am Donnerstag an Ministerpräsident Hendrik Wüst, stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Schäfer argumentiert, dass Feuerwehrkräfte regelmäßig extremen Belastungen ausgesetzt seien – etwa bei Höhenrettungen oder medizinischen Notfällen. Viele von ihnen hätten bereits mehr als 35 Dienstjahre absolviert, wenn sie das 60. Lebensjahr erreichten.

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Zur Untermauerung seiner Position verweist er auf Beispiele aus anderen Bundesländern: Baden-Württemberg habe das Rentenalter für Feuerwehrleute kürzlich wieder auf 60 Jahre gesenkt. Rheinland-Pfalz halte für Einsatzkräfte die 60-Jahre-Grenze aufrecht, während sie für nicht operative Kräfte und Leitstellenmitarbeiter bei 63 Jahren liege.

Schäfer fordert zudem eine Überprüfung der Überstundenaufzeichnungen und der unbesetzten Stellen. Die Landesregierung solle Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal besuchen, um sich vor Ort ein Bild von den Belastungen zu machen, denen Feuerwehrleute täglich ausgesetzt sind.

Während die Landesregierung eine Anhebung des Rentenalters auf 61 Jahre vorschlägt, widerspricht Schäfer diesem Vorhaben nachdrücklich. Er pocht darauf, die Altersgrenze von 60 Jahren beizubehalten, und appelliert an die Verantwortlichen, die körperlichen Strapazen und den Personalmangel in ihre Entscheidungen einzubeziehen.

Quelle