SPD in Solingen will historische Kirchen durch Umnutzung vor dem Verfall retten
Lukas WolfSPD in Solingen will historische Kirchen durch Umnutzung vor dem Verfall retten
Die SPD-Fraktion in Solingen fordert einen langfristigen Plan, um die Zukunft der städtischen Kirchengebäude zu sichern. Fraktionsvorsitzender Ernst Lauterjung betonte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Kommunalpolitik, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Viele dieser historischen Bauwerke stehen vor einer ungewissen Zukunft, da sich ihre traditionelle Nutzung verändert.
Hintergrund der Forderung ist, dass stillgelegte Kirchen wie die Lutherkirche neue Nutzungsmöglichkeiten benötigen, um langfristig erhalten zu bleiben. Lauterjung argumentiert, dass eine frühzeitige Planung entscheidend sei, um finanzielle und organisatorische Engpässe im letzten Moment zu vermeiden.
Die Solinger Kirchen prägen maßgeblich das Stadtbild und das gesellschaftliche Leben. Doch mit schrumpfenden Gemeinden droht vielen Gebäuden der Leerstand. Die SPD schlägt vor, alternative Nutzungen zu prüfen – etwa die Umwandlung in Wohnraum, Kulturstätten oder Begegnungszentren.
Lauterjung mahnt die Stadt zu einem proaktiven Vorgehen. Besonders wichtig sei es, bis 2030 Finanzierungs- und Betreibermodelle zu klären. Zwar bietet die SPD Unterstützung bei der Abstimmung mit Politik und Verwaltung an, doch Lauterjung stellt klar: Die Stadt könne nicht die volle finanzielle oder logistische Verantwortung tragen.
Die Fraktion plant, in Kürze erste Vorschläge in den zuständigen Ausschuss einzubringen. Zudem soll es direkte Gespräche mit Kirchenvertretern geben, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Lauterjungs Initiative orientiert sich am Beispiel Bad Harzburgs, wo die Lutherkirche von Februar bis November 2025 umfassend saniert wurde und im Dezember desselben Jahres wiedereröffnete.
Nun ist ein strukturierter Prozess nötig, um die Solinger Kirchen als lebendige Teile des Stadtlebens zu erhalten. Die SPD warnt: Ohne klaren Plan drohen wertvolle Gebäude dem Verfall oder gar dem Abriss.
Mit ihrem Vorstoß für eine abgestimmte Strategie will die SPD verhindern, dass stillgelegte Kirchen zur Belastung werden. Durch eine sinnvolle Nachnutzung ließe sich ihr kultureller und sozialer Wert bewahren. Die nächsten Schritte umfassen Ausschussberatungen und eine engere Zusammenarbeit mit den Kirchenverantwortlichen, um aus den Plänen konkrete Maßnahmen zu machen.
