SPD bremst Solinger Fahrradroute: Mehr Dialog statt schnelle Entscheidungen
Moritz RichterSPD bremst Solinger Fahrradroute: Mehr Dialog statt schnelle Entscheidungen
Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Verzögerung bei der Genehmigung der detaillierten Planung einer neuen Fahrradroute zwischen Ohligs und der Innenstadt gefordert. Dabei betont sie, dass es nicht um einen Baustopp gehe, sondern um ein sorgfältiges, zweistufiges Verfahren, um Bedenken auszuräumen und die Pläne zu verfeinern.
Anwohner entlang der Beethovenstraße und der Merscheider Straße haben zahlreiche unbeantwortete Fragen zu der geplanten Radverbindung aufgeworfen. Die SPD erkennt diese Sorgen an und fordert alle Ratsfraktionen auf, die zusätzliche Zeit zu nutzen, um gemeinsam mit Bürgern und Planern praktikable Lösungen zu erarbeiten.
Fraktionchefin Iris Preuß-Buchholz warnt davor, dass eine pauschale Ablehnung von Veränderungen zwar kurzfristig Zustimmung bringen könne, langfristig jedoch die Entwicklung Solingens gefährde. Sie unterstreicht, dass ein Verkehrswandel unverzichtbar sei – und nur gelingen könne, wenn er auf breite Akzeptanz stoße.
Die SPD ist überzeugt, dass die Neugestaltung der Fahrradroute das Straßennetz der Stadt modernisieren und die Bedingungen für Radfahrer sowie Busse verbessern würde. Man stehe im Dialog mit betroffenen Bürgern und verzeichne eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft, die Vorschläge konstruktiv zu diskutieren. Die Fraktion setzt sich für eine gemeinsam getragene Lösung ein und wird einer Verschiebung der Entscheidung im Planungsausschuss nicht widersprechen.
Das Vorgehen der SPD zielt darauf ab, Fortschritt mit Bürgerbeteiligung in Einklang zu bringen. Das zweistufige Verfahren soll eine gründliche Planung sichern, bevor mit dem Bau begonnen wird. Die Fraktion bleibt einem kooperativen Prozess für die Verkehrszukunft Solingens verpflichtet.
