Solinger Kirchenkreis plant radikale Schließungen wegen Mitgliederschwunds und Geldmangels
Jakob MaierSolinger Kirchenkreis plant radikale Schließungen wegen Mitgliederschwunds und Geldmangels
Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat erste Pläne für seine Gebäude vorgestellt – vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und schrumpfender Finanzmittel. Eine Arbeitsgruppe hat bewertet, welche Kirchen und Gemeinschaftszentren geöffnet bleiben können, welche einer weiteren Prüfung bedürfen und welche in den kommenden Jahren geschlossen werden müssen. Die Vorschläge kommen zu einer Zeit, in der die Kirche unter finanziellen Belastungen leidet: Bis Mitte der 2030er-Jahre werden die Mittel voraussichtlich auf die Hälfte schrumpfen. Auch die Zahl der Mitarbeiter:innen und der Gemeinden geht zurück, was schwierige Entscheidungen über die Nutzung der Immobilien erfordert. Ein siebenköpfiges Team unter der Leitung von Hartmut Hoferichter hat die Strategie erarbeitet, um die Zukunft der Kirche zu sichern. In ihrem Bericht teilen sie 17 Liegenschaften in drei Kategorien ein: solche, deren langfristiger Erhalt gesichert ist, solche, die weiterer Diskussionen bedürfen, und solche, die für die kirchliche Nutzung nicht mehr tragfähig sind. Sieben Standorte – darunter die Ohliger Protestantische Stadtkirche, die Waldkirche und das Gemeinschaftszentrum Höhscheid – bleiben geöffnet. Fünf weitere, wie die Evangelische Kirche Merscheid und die Evangelische Kirche Widdert, werden wegen nicht mehr tragbarer Kosten geschlossen. Über das Schicksal von fünf weiteren Einrichtungen, darunter die Christuskirche und die Stadtkirche Mitte, soll frühestens 2027 entschieden werden. Eine außerordentliche Synode am 14. März 2026 wird die Pläne prüfen, allerdings ist noch unklar, ob dann bereits verbindliche Beschlüsse gefasst werden. Zudem strebt die Kirche an, dass bis 2035 alle ihre Gebäude klimaneutral sind – was umfangreiche Sanierungsinvestitionen erfordert. Die endgültigen Entscheidungen über die umstrittenen Immobilien müssen bis Ende 2027 fallen. Der Kirchenkreis rechnet bis in die 2030er-Jahre mit weniger Mitgliedern, geringeren Einnahmen und einem reduzierten Personalbestand, was eine langfristige Planung unverzichtbar macht. Die kommenden Jahre werden für den Kirchenkreis von Umbrüchen geprägt sein: Einige Gebäude werden geschlossen, andere modernisiert. Finanzielle Kürzungen und Mitgliederschwund werden bestimmen, wie die verbleibenden Einrichtungen betrieben werden können. Bis 2035 muss die Kirche ihre Nachhaltigkeitsziele mit den begrenzten Ressourcen in Einklang bringen. Die nächste Synode und die laufenden Überprüfungen werden entscheiden, welche Standorte erhalten bleiben und welche in einer sich wandelnden Landschaft aufgegeben werden.
Neue Kirchen hinzugefügt zur Schließungsliste aufgrund finanzieller Herausforderungen in Solingen
Der Kirchenkreis Solingen hat bestätigt, dass weitere Standorte im Rahmen seines Strukturplans bis 2035 möglicherweise geschlossen werden. jüngste Berichte zeigen:
- Die Ketzberg Kirche gesellt sich zu Merscheid und Widdert als Einrichtungen, die möglicherweise dauerhaft geschlossen werden.
- Die Dorper Kirche und die Evangelische Kirche Gräfrath wurden in die Kategorie 'sicher' aufgenommen für den langfristigen Betrieb.
- Die Lutherkirche-Gemeinde wird die Nutzung ihres Gebäudes nach 2030 einstellen, was frühere lokale Entscheidungen bestätigt.