Solinger Armutskonferenz warnt vor dramatischer Armut bei Kindern und Senioren
Jakob MaierSolinger Armutskonferenz warnt vor dramatischer Armut bei Kindern und Senioren
Aktuelle Präsentation der Solinger Armutskonferenz (SAK) zeigt wachsende Armutsprobleme in der Stadt
Bei einer vom Kiwanis-Club Solingen organisierten Veranstaltung hat die Solinger Armutskonferenz (SAK) auf die zunehmende Armut in der Stadt aufmerksam gemacht. Referent:innen berichteten anhand konkreter Beispiele von den Nöten betroffener Kinder und älterer Menschen. Zudem wurden neue Initiativen vorgestellt, die das Problem gezielt angehen sollen.
Das SAK-Team – Heike Auer, Horst Koss und Uli Preuß – präsentierte im Rahmen des Kiwanis-Treffens anschauliche Fallbeispiele, um die Armut unter Kindern und Senior:innen in Solingen zu veranschaulichen. Die Zahlen sind alarmierend: Rund 820 Kinder unter drei Jahren leben in Armut, während über 2.200 ältere Bürger:innen finanziell kämpfen. Insgesamt sind schätzungsweise 30.000 Menschen in der Stadt von wirtschaftlicher Not betroffen.
Die Veranstaltung löste unter den Teilnehmenden eine angeregte Diskussion aus. Im Anschluss überreichte Kiwanis-Präsident Hartmut Hoferichter die Erstausgabe des „Solinger Initiativenwegweisers“ – eines 14-seitigen Ratgebers, der vertrauenswürdige lokale Organisationen auflistet, die benachteiligte Gruppen unterstützen. Der Kiwanis-Club selbst engagiert sich unter anderem mit der jährlichen Aktion „Schulranzen für alle“ und der neu gestarteten Kampagne „Geschenk der Wärme“.
Die SAK, die aus 13 ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, trifft sich monatlich, um den Kontakt zu Bedürftigen zu halten. Neben lokalen Vorträgen plant die Gruppe, ihre Reichweite mit einer neuen Website zu erweitern, die im Frühjahr online geht, sowie mit einer Wanderausstellung im Jahr 2024. Zudem veranstaltet die SAK jährlich ein Fachforum, um armutsbezogene Herausforderungen zu thematisieren.
Ziel der SAK ist es, das Bewusstsein für Armut in Solingen zu schärfen und konkrete Hilfe für die besonders Schutzbedürftigen zu leisten. Mit neuen Ressourcen wie dem „Initiativenwegweiser“ und anstehenden Projekten festigt die Gruppe ihre Rolle im Kampf gegen Armut. Auch lokale Organisationen wie Kiwanis verstärken ihr Engagement mit gezielten Kampagnen, um Kindern und Familien in Not zu unterstützen.






