Solingens Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Sicherheit für ihre lebenswichtige Arbeit
Jakob MaierSolingens Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Sicherheit für ihre lebenswichtige Arbeit
Solingens Notfallseelsorge bietet seit 1999 rund um die Uhr seelische Unterstützung an. Unter dem Motto "Erste Hilfe für die Seele" steht das Team Menschen in Krisensituationen bei – unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Aktuell engagieren sich etwa 50 ehrenamtliche und hauptberufliche Seelsorger:innen in der Initiative, die von der evangelischen und der katholischen Kirche getragen wird.
Der Dienst ist 24 Stunden am Tag erreichbar und leistet Soforthilfe in akuten Notlagen. Erst kürzlich lobte Branddirektor Sebastian Wagner das Team für dessen schnelle Einsatzbereitschaft und das Engagement bei Großschadensereignissen.
Die Ausbildung einer jeden Seelsorger:in kostet rund 3.000 Euro – darin enthalten sind Ausstattung, Koordination und Nachbereitung der Einsätze. 2025 verzeichnete der Förderverein Einnahmen von über 53.000 Euro, vor allem durch öffentliche Veranstaltungen, Vorträge und Spenden. Die Ausgaben beliefen sich jedoch auf fast 71.000 Euro; die Deckungslücke wurde durch Rücklagen für die Ausbildung der Ehrenamtlichen ausgeglichen.
Kunze, der erste Vorsitzende des Vereins, betont, dass Geduld nötig sei, während der Dienst weiter wächst. In diesem Jahr liegt der Fokus des Vorstands darauf, mehr Unternehmenssponsoring zu gewinnen und den Kreis der Fördermitglieder zu erweitern.
Die Notfallseelsorge bleibt eine unverzichtbare Stütze für die Solinger Gemeinschaft und bietet in schwierigen Zeiten emotionale Unterstützung. Mit laufenden Bemühungen um zusätzliche Finanzierung und Mitgliederwerbung will das Team seine wichtige Arbeit auch in den kommenden Jahren sichern und ausbauen.
