28 June 2026, 06:07

Solingen zeigt exklusiv Fritz Bauers Vermächtnis zum Holocaust-Gedenktag

30. Januar 2023: Film und Diskussion am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Solingen zeigt exklusiv Fritz Bauers Vermächtnis zum Holocaust-Gedenktag

Am Montag, dem 30. Januar 2023, findet in Solingen eine Sondervorführung des Dokumentarfilms „Fritz Bauers Erbe: Gerechtigkeit verjährt nicht“ statt. Die Veranstaltung dient als Preview vor dem begrenzten Kinostart in ganz Deutschland im Februar. Sie fällt zusammen mit dem offiziellen Holocaust-Gedenktag in Deutschland am 27. Januar, an dem der Opfer der NS-Verbrechen gedacht wird.

Gezeigt wird der Film im Kulturzentrum Cobra in Solingen ab 19:00 Uhr. Im Anschluss an die Vorführung folgt eine Podiumsdiskussion mit der Regisseurin Isabel Gathof und weiteren Gästen. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und zeichnet die Bemühungen um Gerechtigkeit von der Nachkriegszeit bis heute nach.

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Im Mittelpunkt steht Fritz Bauer, der 1963 als Frankfurter Generalstaatsanwalt eine bahnbrechende juristische Strategie entwickelte: Er ließ NS-Täter als Gehilfen des Mordes vor deutschen Gerichten anklagen. Sein Ansatz prägte maßgeblich die heutige deutsche Rechtsprechung in Verfahren zu diesen Verbrechen. Die Veranstaltung wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Auch die Evangelische Kirche in Solingen und das Max-Leven-Zentrum Solingen gedenken im Rahmen der Gedenkveranstaltungen des Leidens der Holocaust-Opfer.

Der Film und die anschließende Diskussion thematisieren die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen, die in Solingen begangen wurden. Die Vorführung bietet einen ersten Einblick vor dem bundesweiten Kinostart im Februar. Die Veranstaltung unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, historische Ungerechtigkeiten durch rechtliche und kulturelle Mittel aufzuarbeiten.

Quelle