21 April 2026, 08:09

Solingen: Klinik-Streit eskaliert – SPD und BfS fordern rasche Tarifverhandlungen mit ver.di

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Waldhintergrund, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wages-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Solingen: Klinik-Streit eskaliert – SPD und BfS fordern rasche Tarifverhandlungen mit ver.di

Der politische Druck auf die Zukunft der städtischen Servicegesellschaft des Solinger Klinikums wächst. Sowohl die SPD als auch das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) fordern nun zügige Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di. Ohne Fortschritte bei Löhnen und Renten drohen die Spannungen um den Krankenhausbetrieb weiter zu eskalieren.

SPD und BfS zeigen sich geschlossen und verlangen rasche Gespräche mit ver.di. Horst Koss, SPD-Mitglied im Aufsichtsrat, betont, dass jede Einigung mit einer DGB-Gewerkschaft erfolgen müsse, um faire Bedingungen für die Beschäftigten zu sichern. Die Partei fordert den Oberbürgermeister auf, die Krankenhausleitung anzuweisen, bis zum 1. Oktober eine Vereinbarung zu treffen.

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Das BfS geht noch einen Schritt weiter und verlangt konkrete Verbesserungen, um Altersarmut unter den Mitarbeitenden zu verhindern. Die Fraktion sieht sich durch die aktuellen Entwicklungen bestätigt: Ihre früheren Warnungen vor niedrigeren Löhnen und einer gespaltenen Belegschaft hätten sich bewahrheitet.

Die SPD räumt zwar die finanzielle Belastung im Krankenhaussektor ein und verweist darauf als Grund für die Ausgliederung von Dienstleistungen im Jahr 2023. Eine Rücknahme dieses Schritts gilt jedoch angesichts des Personalmangels und steigender Kosten als unrealistisch. Beide Seiten sind sich einig, dass bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Servicegesellschaft nun dringend notwendig sind.

Im Mittelpunkt des Streits stehen Löhne, Renten und Arbeitsbedingungen des Klinikpersonals. Scheitern die Verhandlungen, könnte sich der politische Konflikt um die Krankenhausführung weiter zuspitzen. Der von der SPD gesetzte Stichtag am 1. Oktober markiert den nächsten entscheidenden Moment in der anhaltenden Debatte.

Quelle