21 April 2026, 18:08

Solingen kämpft um Schwimmfähigkeiten: Immer mehr Kinder können nicht schwimmen

Drei Kinder schwimmen im Wasser mit einer Wand im Hintergrund.

Solingen kämpft um Schwimmfähigkeiten: Immer mehr Kinder können nicht schwimmen

Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne grundlegende Schwimmkenntnisse. Begrenzte Badezeiten, Personalmangel und die Folgen der Pandemie haben das Problem verschärft. Nun suchen lokale Verantwortliche nach Lösungen, um sicherzustellen, dass jedes Kind sicher und selbstbewusst schwimmen lernt.

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Das Ausmaß der Herausforderung wurde deutlich, als Berichte zeigten, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler mit den Schwimmgrundlagen kämpfen. Ertrinkungsunfälle bleiben ein jährliches Risiko – oft verbunden mit mangelnden Schwimmfähigkeiten. Stadtvertreter sind sich einig: Frühzeitiger und verlässlicher Schwimmunterricht könnte solche Tragödien verhindern.

Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat hat vorgeschlagen, Schwimmhelfer einzusetzen, um den Unterricht zu verbessern. Diese Assistenten sollen die Lehrkräfte unterstützen und den Kindern während des Unterrichts individuelle Hilfe bieten. Der Solinger Sportbund schätzt, dass ein jährliches Budget von 75.000 Euro ausreichen würde, um an allen Schulen eine flächendeckende Betreuung zu gewährleisten.

Die Stadtverwaltung wurde damit beauftragt, frühere Erfahrungen mit Schwimmhelfern auszuwerten und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche Ressourcen bereitstellen. Befürworter argumentieren, dass bessere Schwimmbildung nicht nur das Selbstvertrauen stärkt und Bewegung fördert, sondern vor allem Leben rettet.

Solingens Plan steht und fällt nun mit der Sicherung der Mittel und der Bewertung des Schwimmhelfer-Modells. Bei Erfolg könnte die Initiative sicherstellen, dass alle Kinder vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule wichtige Wasser-Sicherheitskompetenzen erwerben. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Ertrinkungsgefahr weiter besteht und die Schwimmfähigkeiten unter Grundschülern weiterhin nachlassen.

Quelle