04 April 2026, 22:07

"Schwarzbuch" enthüllt: Millionenverschwendung in NRW durch fragwürdige Projekte

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Trickle-Down Economics Doesn't Work" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat von Präsident Biden.

"Anstößig, eigenartig": Schwarzes Buch der Steuerverschwendung - "Schwarzbuch" enthüllt: Millionenverschwendung in NRW durch fragwürdige Projekte

Ein neuer Bericht hat mehrere Fälle fragwürdiger Ausgaben in Nordrhein-Westfalen aufgedeckt. Der Bund der Steuerzahler präsentierte in Düsseldorf sein aktuelles "Schwarzbuch" mit 16 Beispielen mutmaßlicher Verschwendung. Projekte in der gesamten Region litten unter Verzögerungen, Kostenexplosionen und Kritik an Planungsentscheidungen.

Eines der teuersten Vorhaben in der Kritik ist die "Mack-Pyramide" in Monheim. Ohne öffentliche Ausschreibung erbaut, kostete sie die Steuerzahler 50 Millionen Euro. Der Bund der Steuerzahler übt scharfe Kritik am Fehlen eines Wettbewerbsverfahrens und dem hohen Preis.

In Bonn zog sich die Sanierung der Beethovenhalle sechs Jahre länger hin als geplant – die Endabrechnung lag beim Fünffachen der ursprünglichen Schätzung. Unterdessen gab die Stadt Köln über 800.000 Euro für die Renovierung des Thurner Hofs aus, nur um festzustellen, dass das Gebäude wegen einer fehlenden Baugenehmigung nicht nutzbar ist.

Andernorts baut die Stadt Monheim eine ehemalige Fassabfüllhalle zu einem Veranstaltungsort um. Die steigenden Baukosten stoßen beim Steuerzahlerbund auf Kritik. In der Nähe von Bonn wurde in Niederholtorf ein Zaun errichtet, der eine Abkürzung blockiert, die Anwohner seit über 40 Jahren nutzten. Die Behörden begründeten dies mit dem Fehlen dokumentierter Unfälle.

In Rheda-Wiedenbrück wurden zwei Ampeln im Abstand von nur 20 Metern für einen Radweg installiert. Die lokalen Behörden verteidigten die Anlage als synchronisiertes System mit vier Signalgebern. Ein weiteres kostspieliges Projekt ist das Gefängnis JVA Remscheid, wo über 40 Millionen Euro in Sanierungen flossen – doch die Zukunft des Gebäudes bleibt ungewiss.

Die Entscheidung der Landesregierung, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in zwei Behörden aufzuspalten, wird allein im ersten Jahr 1,4 Millionen Euro zusätzliche Kosten verursachen.

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Der Bericht listet Projekte auf, die von verzögerten Sanierungen bis zu umstrittenen Neubauten reichen. Viele überschritten die Budgets oder scheiterten an rechtlichen und praktischen Hürden. Der Bund der Steuerzahler fordert weiterhin mehr Transparenz und Verantwortung bei der Verwendung öffentlicher Mittel.

Quelle