Scarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit platonischem Kuss Debatte aus
Jakob MaierScarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit platonischem Kuss Debatte aus
Ein Kuss auf dem roten Teppich zwischen Scarlett Johansson und Jonathan Bailey hat eine neue Diskussion über platonische Zuneigung in der Öffentlichkeit ausgelöst. Der Moment ereignete sich während der Premiere von Jurassic World: Rebirth, als die beiden sich freundschaftlich auf die Wange küssten. Bailey verteidigte später die Geste und bezeichnete sie als natürliche Art, Zuneigung ohne romantische Absicht zu zeigen.
Johansson und Baileys Kuss war nicht der erste dieser Art. In den letzten fünf Jahren sind öffentliche Zeichen platonischer Zuneigung sichtbarer geworden. 2023 tauschten Taylor Swift und Jack Antonoff bei den MTV Video Music Awards einen Wangenkuss aus, um ihre Freundschaft zu feiern. Billie Eilish und ihr Bruder Finneas O'Connell taten dasselbe, nachdem sie 2021 für No Time to Die einen Oscar gewonnen hatten. Selbst K-Pop-Stars wie BTS umarmen und küssen sich häufig während Auftritten auf die Wange, um ihre enge Verbindung zu betonen.
Colin Jost, Johannssons Ehemann, winkte Bedenken wegen des Kusses weg. Er scherzte, die Leute würden es "überbewerten", wenn sich Freunde herzlich begrüßten. Jost verwies auch auf Baileys offen gelebte Homosexualität und machte damit klar, dass er keine romantische Konkurrenz sah. Die Kommunikations-expertin Judi James erklärte, solche Gesten seien in Hollywood üblich, wo herzliche Begrüßungen Vertrauen und Kameradschaft signalisierten.
Auch andere Prominente pflegen ähnliche Gewohnheiten. Cat Deeley teilt regelmäßig "Freundinnen-Küsse" mit ihrer besten Freundin Charlie Brear, darunter einen verspielt-zärtlichen Kuss in einem Geburtstagspost. Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna haben ebenfalls öffentlich ihre engen Freund:innen geküsst. Wissenschaftler:innen ergänzen, dass Küssen – selbst ohne romantischen Hintergrund – tiefe Wurzeln hat. Primaten und andere Tiere nutzen es, um Bindungen zu stärken, Stress abzubauen und soziale Verbindungen zu festigen.
Bailey stand zu dem Moment und sagte Reportern, das Leben sei "zu kurz, um Liebe nicht auf verschiedene Weisen auszudrücken". Seine Aussage spiegelte einen größeren Wandel wider: die Normalisierung von Zuneigung zwischen Freund:innen, unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung.
Der Kuss zwischen Johansson und Bailey steht für einen wachsenden Trend zu öffentlicher, nicht-romantischer Zuneigung. Von roten Teppichen bis zu sozialen Medien setzen Prominente solche Gesten ein, um Freundschaft zu feiern. Studien deuten darauf hin, dass solche Zeichen einen evolutionären Zweck erfüllen – sie stärken Verbindungen und verringern Stress in sozialen Gruppen.






