18 December 2025, 16:19

Salzgitter will HKM komplett übernehmen – doch es gibt Hürden und harte Einschnitte

Ein Schiffbau mit Metallstrukturen, Laternen, Containern und Schiffen.

Salzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM - Salzgitter will HKM komplett übernehmen – doch es gibt Hürden und harte Einschnitte

Salzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM

Salzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM

Salzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM

  1. Dezember 2025, 14:03 Uhr

Beim Duisburger Stahlhersteller Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) stehen weitreichende Veränderungen an: Die Eigentümer prüfen eine Umstrukturierung des Unternehmens. Die Salzgitter AG hat nun Pläne bestätigt, die vollständige Kontrolle über das Werk zu übernehmen – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Der Schritt folgt auf Ankündigungen von Thyssenkrupp und Vallourec, sich aus dem Joint Venture zurückzuziehen.

Aktuell halten Thyssenkrupp (50 Prozent), Salzgitter (30 Prozent) und Vallourec (20 Prozent) Anteile an HKM. Beide Partner haben ihren Ausstieg aus der Zusammenarbeit erklärt, wodurch Salzgitter als einziger verbleibender Gesellschafter übrig bliebe. Allerdings betonte Salzgitter-Chef Gunnar Groebler, dass eine vollständige Übernahme davon abhängt, ob die ausscheidenden Eigentümer sich an den Umstrukturierungskosten beteiligen.

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Salzgitter treibt derzeit ein Schiedsverfahren voran, um die finanzielle Verantwortung Thyssenkrupps in diesem Prozess zu klären. Zudem beantragt das Unternehmen 200 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln für einen neuen Lichtbogenofen sowie eine staatliche Garantie für den weiteren Betrieb von HKM. Sollte der Plan genehmigt werden, würde der Lichtbogenofen die beiden bestehenden Hochöfen ersetzen – die Produktionskapazität sänke dann auf zwei bis 2,5 Millionen Tonnen.

Der Wechsel zum Lichtbogenofen hätte jedoch auch erhebliche Folgen für die Belegschaft: Die Zahl der Beschäftigten würde von derzeit 3.000 auf etwa 1.000 sinken. Groebler versicherte zwar, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben solle, konkrete Maßnahmen zur Umsetzung wurden jedoch noch nicht genannt. Bisher ist zudem kein Unternehmensvertreter öffentlich als Verhandlungsführer für eine mögliche Minderheitsbeteiligung an HKM benannt worden.

Ob Salzgitter die vollständige Übernahme von HKM realisieren kann, hängt letztlich von den finanziellen Zusage der ausscheidenden Partner Thyssenkrupp und Vallourec sowie der Bewilligung öffentlicher Mittel ab. Gelingt die Restrukturierung, würde dies zu einer deutlichen Verkleinerung des Werks und der Belegschaft führen. Die Entscheidung wird die Zukunft der Stahlproduktion in Duisburg maßgeblich prägen.