S11-Bau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet – doch Pendler müssen 18 Monate auf die Bahn verzichten
Emma KrauseS11-Bau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet – doch Pendler müssen 18 Monate auf die Bahn verzichten
Lange erwartete zweite Gleisstrecke für die S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln nimmt endlich Fahrt auf
Nach 15 Jahren Verzögerung geht der Bau des zweiten Gleises für die S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln nun endlich in die Umsetzung. Das Projekt wird den lokalen Schienenverkehr grundlegend verändern – Pendler müssen sich jedoch ab Ende 2030 auf erhebliche Einschränkungen einstellen.
Für den Bau der zweiten Strecke wird der S-Bahn-Betrieb auf der S11 komplett eingestellt. Vom vierten Quartal 2030 bis Anfang 2032 wird es auf dieser Verbindung keinen Zugverkehr geben. Die Sperrung soll etwa eineinhalb Jahre dauern und stellt Berufspendler sowie regelmäßige Fahrgäste vor große Herausforderungen.
Stellvertretender Bürgermeister Ragnar Migenda bestätigte kürzlich den Zeitplan für die Bauarbeiten. Parallel zum neuen Gleis wird auch der Bahnhof Bergisch Gladbach erweitert und erhält zusätzliche Bahnsteige. Ziel der Modernisierung ist es, nach Wiederinbetriebnahme einen zuverlässigen 10-Minuten-Takt zu ermöglichen.
Während der Bauphase plant die Deutsche Bahn umfangreiche Ersatzverkehre. Busse werden die S-Bahn-Strecke bedienen, während zusätzliche Regionalzüge (RE/REX) über Köln-Chorweiler oder Nippes fahren. In Zusammenarbeit mit den lokalen Verkehrsverbünden VRS und KVB sollen zudem alternative Bus- und Straßenbahnverbindungen angeboten werden, um die Auswirkungen auf Pendler abzumildern.
Das Projekt beendet eine 15-jährige Wartezeit auf das zweite Gleis in Bergisch Gladbach. Nach Fertigstellung werden der ausgebauten Bahnhof und die verbesserte Taktung den Fahrgästen zugutekommen. Bis dahin bleibt der Ersatzverkehr für alle, die auf die S11 angewiesen sind, unverzichtbar.
