06 April 2026, 20:07

RWE schafft Deutschlands tiefsten See – doch die Ökologie bleibt umstritten

Detailreiche Weltkarte als Poster, die geplante Öl- und Gasleitungen zeigt, einschließlich Länder, Großstädte, Gewässer und erklärenden Text.

RWE schafft Deutschlands tiefsten See – doch die Ökologie bleibt umstritten

Energiekonzern RWE verwandelt das ehemalige Tagebaugebiet Hambach in Deutschlands tiefsten künstlichen See. Bis zu seiner Fertigstellung wird das gewaltige Gewässer eine Fläche von 42 Quadratkilometern einnehmen und bis zu 365 Meter tief sein – mehr als 100 Meter tiefer als der Bodensee. Das ehrgeizige Vorhaben stößt bereits jetzt auf technische Bewunderung, aber auch auf ökologische Bedenken.

Die Flutung des Sees soll 2030 beginnen, wobei das Wasser aus dem Rhein entnommen wird. Drei gewaltige Rohrleitungen, jede 45 Kilometer lang, werden pro Sekunde 18.000 Liter von Elsdorf in den Tagebau transportieren. Die Rohre sind so breit, dass ein Erwachsener mit dem Fahrrad hindurchfahren könnte.

Bis 2033 soll der See etwa ein Drittel seiner geplanten Tiefe erreichen, wobei die tiefste Stelle dann 200 Meter betragen wird. Vollständig gefüllt sein wird er jedoch erst um das Jahr 2080 – dann mit einem Volumen von 3,6 Milliarden Kubikmetern Wasser.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat gegen das Projekt Bedenken angemeldet. Die Umweltschützer argumentieren, dass das Rheinwasser chemische Rückstände enthält und vor dem Einleiten in den Tagebau gefiltert werden müsse. RWE hat diese Kritik bisher nicht im Detail beantwortet.

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Entsteht der See wie geplant, wird er größer und tiefer sein als jeder andere in Deutschland und die Landschaft der ehemaligen Braunkohleregion nachhaltig verändern. Doch Umweltschutzverbände fordern weiterhin strengere Maßnahmen zur Wasseraufbereitung, bevor die Flutung beginnt.

Quelle