19 June 2026, 16:05

Rettungsdienst in NRW steht vor Personal-Kollaps – Freie Wähler schlagen Alarm

FREIHEITSDEMOKRATEN SETZEN SICH FÜR REFORMEN IM NOTFALLSERVICE EIN

Rettungsdienst in NRW steht vor Personal-Kollaps – Freie Wähler schlagen Alarm

Freie Wählergemeinschaft Nordrhein-Westfalen warnt vor dramatischem Personalmangel im Rettungsdienst

Die Freie Wählergemeinschaft Nordrhein-Westfalen hat dringende Warnungen vor einer sich verschärfenden Personalkrise im Rettungsdienst erhoben. Da viele Beschäftigte kurz vor dem Rentenalter stehen, drohen in der Region zunehmend Engpässe. Die Vereinigung fordert nun umfassende Reformen in der Ausbildung und bei den Einsatzstandards.

Ein großer Teil des Rettungspersonals in NRW wird in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Dadurch könnten viele Gebiete unterbesetzt sein und Schwierigkeiten haben, eine flächendeckende Versorgung aufrechtzuerhalten. Die Ausbildung ist derzeit nicht nur kostspielig, sondern auch besonders für kleinere Kommunen mit begrenzten Mitteln schwer zu bewältigen.

Die meisten Ausbildungsprogramme sind in Großstädten angesiedelt – mit der Folge, dass kleinere Gemeinden ihre frisch ausgebildeten Kräfte oft an größere Arbeitgeber verlieren. Die Wählergemeinschaft kritisiert, dass diese Schieflage die Personalknappheit in ländlichen und strukturschwachen Regionen weiter verschärft.

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Um die Krise zu bewältigen, hat die Vereinigung konkrete Forderungen vorgelegt: Sie plädiert für die Einrichtung berufsbildender Schulen speziell für Rettungsfachpersonal. Zudem verlangt sie eine vollständige Landesfinanzierung der schulischen Ausbildung sowie Zuschüsse, um die Ausbildungsvergütungen der angehenden Kräfte zu sichern. Darüber hinaus pocht die Vereinigung auf gesetzlich verbindliche Höchstgrenzen für die Ankunftszeiten von Rettungswagen – eine Regelung, die im aktuellen Rettungsdienstgesetz fehlt. Bisher obliegt es den Kommunen, für ausreichend Personal zu sorgen, doch klare Vorgaben zu Einsatzzeiten sucht man vergeblich.

Ohne diese Reformen müssten Bürger mit deutlich längeren Wartezeiten auf Rettungskräfte rechnen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, den Personalbestand zu stabilisieren und in ganz Nordrhein-Westfalen schnellere Notfallversorgung zu gewährleisten. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen dabei die Finanzierung, der Zugang zu Ausbildungsplätzen und rechtlich verbindliche Qualitätsstandards für den Rettungsdienst.

Quelle