25 March 2026, 06:07

Renault revolutioniert Lieferkette: Autobatterien werden zur wertvollen Kreislauf-Ressource

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert Lieferkette: Autobatterien werden zur wertvollen Kreislauf-Ressource

Renault Gruppe gestaltet Lieferkette um: Autobatterien als wertvolle Ressource statt Einwegprodukt

Die Renault Gruppe reformiert ihre Lieferkette, um Batterien für Elektrofahrzeuge nicht länger als Wegwerfartikel, sondern als hochwertige Vermögenswerte zu behandeln. Dieser Wandel ist Teil des Vorhabens, ein Kreislaufwirtschaftsmodell zu etablieren, in dem Batterien wiederverwendet, aufgearbeitet oder recycelt werden. Bei einem kürzlichen Gespräch auf der Red Sofa-Veranstaltung von Automotive Logistics in Bonn erläuterte Jean-François Beker, bei Renault verantwortlich für die Lieferkette, diese Umstellungen.

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Die 2023 vorgestellte Strategie des Konzerns basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem jeder Partner – von Werkstätten bis zu Recyclingunternehmen – gleichzeitig als Lieferant und Kunde agiert. Dieser Kreislauf soll Abfall reduzieren und die Effizienz steigern, insbesondere da Batterien bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs ausmachen können. Die Umsetzung stößt jedoch auf Herausforderungen, vor allem bei der Echtzeit-Datenaustausch. Renaults Netzwerk nutzt in Händlerbetrieben, Reparaturzentren, Lagern und Recyclingfirmen unterschiedliche ERP-, WMS- und TMS-Systeme, was eine lückenlose Nachverfolgung erschwert.

Hinzu kommen logistische Hürden: Batterien gelten als Gefahrgut und unterliegen wechselnden regulatorischen Anforderungen. Um Stillstandszeiten von Fahrzeugen zu verkürzen, hat Renault ein Batterie-Tauschprogramm eingeführt, das schnelle Austauschlösungen statt langwieriger Reparaturen ermöglicht. Während das Unternehmen seine Vision skizziert hat, bleiben konkrete Details zu Partnerschaften mit externen Akteuren – etwa Werkstätten oder Recyclern – jedoch noch ungenannt. Anders als Konkurrenten wie Porsche, das bereits ein Recyclingnetzwerk mit externen Partnern testet, ist bei Renault noch unklar, wie die operative Umsetzung dieser Kooperationen aussehen wird.

Ziel des kreislauforientierten Lieferkettenmodells ist es, die Lebensdauer von Batterien zu verlängern und Kosten zu senken. Der Erfolg hängt dabei von einer engeren Datenintegration und der Einhaltung regulatorischer Vorgaben im gesamten Netzwerk ab. Ohne präzisere Angaben zur Umsetzung bleibt die volle Tragweite dieser Veränderungen jedoch abzuwarten.

Quelle