08 November 2025, 12:11

Regenbogen-Treppe in Aachen wird von Schüler:innen gemieden – warum der Symbolcharakter verpufft

Eine volle Innenansicht mit Menschen, die auf Treppen stehen und gehen, neben einer Säule und einer Wand mit Plakaten, mit einer Rolltreppe und einem weißen Schild im Hintergrund.

Regenbogen-Treppe in Aachen wird von Schüler:innen gemieden – warum der Symbolcharakter verpufft

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Aachen-Brand meiden seit einiger Zeit die Regenbogen-Treppe ihrer Schule und wählen stattdessen einen längeren Weg zu ihren Klassenräumen. Diese Veränderung ist bemerkenswert, denn die Schule setzt sich seit Langem für Vielfalt und Inklusion ein – was nicht nur durch das Zertifikat "Schule der Vielfalt", sondern auch durch die Installation der bunten Treppe vor zweieinhalb Jahren unterstrichen wird.

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Die Regenbogen-Treppe am Haupteingang der Schule sollte eigentlich ein leuchtendes Symbol der Unterstützung für LGBTQ+-Schülerinnen und -Schüler sein. Initiiert wurde sie von der Arbeitsgruppe "All Inclusive", die sich für Diversität einsetzt. Doch einige Schüler:innen – insbesondere aus dieser Gruppe – werden täglich mit homophoben und transphoben Beleidigungen konfrontiert, was die eigentliche Botschaft der Treppe in den Hintergrund drängt. Die Schulleitung, deren Name in den verfügbaren Quellen nicht genannt wird, hat sich bisher nicht zu der geänderten Wegewahl der Schüler:innen geäußert.

Eigentlich sollten die Regenbogen-Stufen am Eingang der Gesamtschule Aachen-Brand ein sicheres und respektvolles Umfeld für alle fördern. Doch trotz des Engagements für Vielfalt und Inklusion zeigen die täglichen Anfeindungen, denen einige Schüler:innen ausgesetzt sind, dass noch mehr getan werden muss, um eine wirklich inklusive Schule zu schaffen. Die Tatsache, dass viele den Umweg bevorzugen, könnte darauf hinweisen, dass dringend weiterer Dialog und konkrete Maßnahmen nötig sind.