10 May 2026, 02:06

Recklinghausen diskutiert Strategien gegen Online-Radikalisierung und Hass im Netz

Eine große Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Kampf für Hassjustiz' steht, durch die Straße. Einige tragen Masken und halten Schilder, während andere Taschen tragen; im Hintergrund sind Gebäude, Bäume und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Recklinghausen diskutiert Strategien gegen Online-Radikalisierung und Hass im Netz

Gemeinsame Konferenz zur Bekämpfung von Online-Radikalisierung in Recklinghausen

Am 21. Januar fand in Recklinghausen eine gemeinsame Konferenz zum Thema Bekämpfung von Online-Radikalisierung statt. Unter dem Titel „Antimuslimischer Rassismus und Islamismus im Kontext des Einflusses sozialer Medien – eine Herausforderung für Polizei und Schulen“ trafen sich Polizeibeamte, Schulmitarbeiter, Bürgermeister und kommunale Führungskräfte. Polizepräsidentin Friederike Zurhausen eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Schulen und Strafverfolgungsbehörden. Ihr Ziel sei es, wirksamere Abwehrmechanismen gegen Hass und Hetze im Netz aufzubauen.

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Experte für islamische Religionspädagogik, leitete die zentralen Diskussionsrunden. Als Direktor des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster und Mitglied der bundesweiten Task Force zur Islamismusprävention analysierte er, wie extremistische Narrative auf Plattformen wie TikTok verbreitet werden. In seinem Beitrag ging es zudem um die tieferliegenden Ursachen von Radikalisierung und mögliche Gegenstrategien.

Marisa Roth vom Schulpsychologischen Dienst Recklinghausen wies darauf hin, dass junge Menschen oft nach Sicherheit, Anerkennung und Zugehörigkeit suchen. Sie plädierte dafür, dass Schulen gesündere Alternativen anbieten müssten, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Katharina Große-Westermann, Vertreterin der Bottroper Beratungsstellen, ergänzte, dass vielen Schülerinnen und Schülern attraktive Alternativen zu extremistischem Online-Content fehlen. Sie forderte bessere Medienkompetenzprogramme, um Jugendlichen einen sicheren Umgang mit digitalen Räumen zu ermöglichen.

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Nach den Vorträgen teilten sich die Teilnehmer in kleinere Arbeitsgruppen auf. In Workshops wurden konkrete Strategien erarbeitet, um Jugendliche vor Radikalisierung und extremistischem Einfluss zu schützen.

Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, Präventionsmaßnahmen zu verstärken. Schulen und Polizei vereinbarten eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Medienkompetenz und frühe Intervention. Die diskutierten Ansätze sollen nun auf ihre Umsetzung in lokalen Bildungs- und Sicherheitspolitiken geprüft werden.

Quelle