07 March 2026, 16:06

Ramadan-Konflikt an Klever Schule: Wenn Fasten auf Snacks in der Pause trifft

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Schulgeschwindigkeit 25 bei Anwesenheit von Kindern" liest.

Schülestreit um das Fasten - Schulbehörde untersucht - Ramadan-Konflikt an Klever Schule: Wenn Fasten auf Snacks in der Pause trifft

Schulen in Nordrhein-Westfalen prüfen derzeit Berichte über Spannungen zwischen Schülern während des Ramadan. Betroffen ist eine Gesamtschule in Kleve, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen fastenden und nicht fastenden Schülerinnen und Schülern kam. Die Behörden betonten, dass kein Kind wegen religiöser Praktiken unter Druck gesetzt werden dürfe.

Die Konflikte begannen, als fastende Jugendliche andere aufforderten, in ihrer Gegenwart nicht zu essen. Einige nicht fastende Schüler sollen daraufhin bewusst in den Pausen Snacks verzehrt haben. Eine Lehrkraft griff ein, indem sie beide Gruppen anwies, sich voneinander abzuwenden, um die Situation zu entschärfen.

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Das Fasten im Ramadan zählt zu den fünf Säulen des Islam und wird von vielen muslimischen Schülerinnen und Schülern praktiziert. Das Bildungsministerium machte deutlich, dass das schulische Miteinander von gegenseitigem Respekt geprägt sein müsse. Gleichzeitig bestätigten die Behörden, dass zurzeit gegen keine Schule in der Region offiziell wegen religiöser Konflikte ermittelt werde.

Die Landesregierung unterstrich, dass keine Schülerin und kein Schüler zum Befolgen religiöser Bräuche gezwungen werden dürfe. Schulen seien aufgefordert, jeden Versuch, religiöse Regeln durchzusetzen, konsequent zu unterbinden. Sämtliche Vorfälle würden gründlich geprüft, hieß es weiter.

Der Vorfall in Kleve wird noch untersucht. Die Schulen setzen weiterhin auf Respekt und Toleranz unter den Schülerinnen und Schülern. Die Verantwortlichen betonten erneut, dass religiöse Praktiken eine persönliche Entscheidung bleiben müssten – frei von jedem Zwang.

Quelle