PSA-Test wird zur neuen Standardmethode bei Prostatakrebs-Früherkennung
Lukas WolfWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - PSA-Test wird zur neuen Standardmethode bei Prostatakrebs-Früherkennung
Neue Initiative für Prostatakrebs-Vorsorge: PSA-Test wird zur Hauptmethode
Eine neue Kampagne zur Früherkennung von Prostatakrebs nimmt Fahrt auf – mit dem PSA-Test als zentraler Empfehlung. Damit sollen ältere Verfahren wie manuelle Untersuchungen oder Ultraschalluntersuchungen abgelöst werden. Viele Männer haben Screenings in der Vergangenheit gemieden, da sie die herkömmlichen Methoden als unangenehm empfanden.
Prostatakrebs zeigt oft keine frühen Symptome, weshalb regelmäßige Kontrollen entscheidend sind. Die Erkrankung kann auch andere Teile des Harntrakts betreffen, etwa Blase, Hoden und Nieren. Experten raten Männern nun, ab Mitte 40 mit PSA-Tests zu beginnen, um einen Basiswert zu ermitteln und das individuelle Risiko einzuschätzen.
PSA-Wert als Schlüsselindikator Die PSA-Konzentration im Blut spielt eine zentrale Rolle bei der Früherkennung. Ein Wert von 1,5 oder niedriger bedeutet, dass die nächste Untersuchung erst in fünf Jahren nötig ist. Liegt der Wert zwischen 1,5 und 3, sollten alle zwei Jahre Kontrollen erfolgen. Jeder Wert über 3 – oder ein rascher Anstieg – kann auf Prostatakrebs hindeuten.
Trotz der Bedeutung der Früherkennung lassen sich laut Deutscher Krebshilfe nur etwa 17 Prozent der Männer regelmäßig vom Urologen untersuchen. Die Organisation betont zudem, dass die Kombination von PSA-Tests mit MRT-Untersuchungen die Rate falscher Befunde verringern kann.
Ziel: Zugänglichere und schonendere Vorsorge Der Fokus auf PSA-Tests soll die Prostatakrebs-Vorsorge weniger belastend und einfacher zugänglich machen. Mit klaren Leitlinien, wann getestet werden sollte und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind, hoffen Gesundheitsbehörden auf eine höhere Beteiligung. Früh erkannt, lassen sich die Behandlungschancen für Risikopatienten deutlich verbessern.
