Polizei zerschlägt illegales Netzwerk für hochgefährliches Feuerwerk in Niedersachsen
Lukas WolfPaar verdächtigt des illegalen Handels mit Pyrotechnik - etwa 20 Tonnen beschlagnahmt - Polizei zerschlägt illegales Netzwerk für hochgefährliches Feuerwerk in Niedersachsen
Die Polizei in Niedersachsen ermittelt gegen zwei Männer wegen illegalen Handels mit hochwertiger Pyrotechnik. Die Verdächtigen, 29 und 63 Jahre alt, sollen ohne die erforderlichen Genehmigungen Sprengstoffe in ganz Europa verkauft haben. Die Behörden beschlagnahmten im Zusammenhang mit dem Fall etwa 20 Tonnen pyrotechnisches Material.
Bei der Aktion wurde ein großer Vorrat an Feuerwerkskörpern in einem ehemaligen Munitionsbunker nahe Reken entdeckt, unweit der deutsch-niederländischen Grenze. Der Großteil der sichergestellten Ware bestand aus hoch explosiven Knallkörpern der Kategorien F3 und F4, für deren Handel eine Sondererlaubnis erforderlich ist – die den Beschuldigten laut Angaben fehlte.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer Lagerflächen in der Grenzregion nutzten, um die Ware zu verteilen. Medienberichten zufolge wurden die illegalen Feuerwerkskörper in mindestens acht weitere EU-Länder geliefert. Einer der Verdächtigen war bereits zuvor wegen einer ähnlichen Straftat polizeibekannt.
Das Ausmaß der Operation deutet auf ein gut organisiertes Netzwerk hin. Die Behörden prüfen weiterhin, wie die Pyrotechnik über die Grenzen transportiert und vertrieben wurde.
Die Ermittlungen dauern an, wobei sich die Polizei auf die Verbindungen und Vertriebswege der Beschuldigten konzentriert. Die beschlagnahmten Feuerwerkskörper, darunter leistungsstarke F3- und F4-Sprengstoffe, sollen vernichtet oder sichergestellt werden. Beide Männer müssen sich nun wegen illegalen Handels und des Umgangs mit gefährlichen Gütern vor Gericht verantworten.
