„Pizza Connection“ kehrt zurück – Konservative und **Grüne** suchen wieder den Dialog
Emma Krause„Pizza Connection“ kehrt zurück – Konservative und **Grüne** suchen wieder den Dialog
Die informelle politische Runde 'Pizza Connection', die den Dialog zwischen Deutschlands Konservativen und Grünen förderte, hat im neuen Legislaturperiode ihre Treffen wiederaufgenommen. Die nach einem beliebten Bonner Restaurant benannte Gruppe sucht nach gemeinsamer Basis zwischen den beiden Parteien. Das Lokal selbst hat nach einer vorübergehenden Schließung wegen des Ruhestands der früheren Besitzer ebenfalls wieder seine Pforten geöffnet.
Die 'Pizza Connection' war in der vergangenen Wahlperiode entstanden und wurde von der Grünen-Abgeordneten Claudia Müller koordiniert. Trotz anfänglicher Skepsis des CSU-Generalsekretärs Bernd Protzner – der der Gruppe ihren Namen gab – brachte sie Mitglieder verschiedener Parteiflügel zusammen. Eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene kam dadurch zwar nicht zustande, doch die Gesprächsrunde trifft sich weiterhin regelmäßig. Je nach Anlass werden auch Parteispitzen eingeladen, und die Vertraulichkeit bleibt gewahrt. Einige Teilnehmer kritisieren die Treffen jedoch als 'leere Wortgefechte', die zu keinen konkreten Ergebnissen führten.
Das namensgebende Restaurant in Bonn wurde unterdessen von einem Nachfahren der ursprünglichen Besitzer übernommen, renoviert und nach dem Rückzug der alten Wirte – deren Nachrufe bereits veröffentlicht wurden – wiedereröffnet. Zu den frühen Teilnehmern der 'Pizza Connection' zählten prominente Persönlichkeiten wie Armin Laschet, Cem Özdemir, Jens Spahn und Omid Nouripour.
Trotz aller Kritik kommt die Gruppe auch in der neuen Legislaturperiode zusammen – ein Zeichen für die anhaltenden Bemühungen, die Kluft zwischen Konservativen und Grünen in Deutschland zu überbrücken. Währenddessen empfängt das Restaurant, das der Runde ihren Namen lieh, wieder Gäste und serviert wie eh und je.
