Ökumenischer Friedensdialog in Münster: Wie Versöhnung nach Kriegen gelingt
Emma KrauseÖkumenischer Friedensdialog in Münster: Wie Versöhnung nach Kriegen gelingt
Ökumenischer Friedensdialog in Münster: Versöhnung nach Kriegen im Fokus
Am 23. Oktober findet in Münster ein Ökumenischer Friedensdialog statt, der sich mit der Aussöhnung nach Kriegen befasst. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Dialoge für den Frieden" und bringt Expertinnen und Experten aus der Ukraine, Russland und Deutschland zu einer öffentlichen Diskussion im Erbdrostenhof zusammen.
Der Dialog beginnt um 19 Uhr und steht unter dem Thema "Voraussetzungen und Grenzen von Versöhnungsprozessen nach Kriegen". Der Eintritt ist frei; Schirmherr der Veranstaltung ist Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Durch die Diskussion führt Dr. Jörg Luer, Geschäftsführer der Deutschen Kommission Justitia et Pax.
Zu den Teilnehmenden zählt Myroslav Marynovych, ein ukrainischer Menschenrechtsaktivist und Präsident des Instituts für Religion und Gesellschaft an der Ukrainischen Katholischen Universität Lwiw. Zudem wirkt Dr. Irina Scherbakowa mit, eine russische Kulturwissenschaftlerin und Mitbegründerin von Memorial – der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisation, die 2022 von einem russischen Gericht zwangsaufgelöst wurde.
Die deutsche Seite vertreten Bishop Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sowie Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Die Veranstaltung wechselt jährlich zwischen Münster und Osnabrück, den historischen Städten des Westfälischen Friedens.
Ziel des Dialogs ist es, zu ergründen, wie Gesellschaften nach Konflikten einen Neuanfang finden können. Organisiert von der Stadt Münster, knüpft die Veranstaltung an eine Tradition an, die den internationalen Austausch über Friedensförderung stärkt. Die Teilnehmenden bringen Perspektiven aus ihren jeweiligen Ländern und Fachgebieten ein.
