Oktoberfest 2025: Bier, Wurst, Business
Oktoberfest 2025: Bier, Bratwurst und Business
Alkoholfreies Bier und Videoüberwachung: Das Münchner Oktoberfest verändert sich – und bleibt doch sich selbst treu. Ein Kommentar.
- September 2025, 10:00 Uhr MESZ
Das Münchner Oktoberfest hat wieder seine Tore geöffnet und lockt Millionen Besucher auf die Theresienwiese, wo 16 Tage lang gefeiert wird. Das seit 1810 bestehende Volksfest verbindet tief verwurzelte Traditionen mit modernem Wirtschaften – und bescherte der Stadt in den vergangenen Jahren Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe.
Die Ursprünge des Festes reichen bis zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig im Jahr 1810 zurück. Über zwei Jahrhunderte später zieht es noch immer zwischen sechs und sieben Millionen Gäste jährlich an. Viele kommen wegen der ausgelassenen Stimmung, doch das Oktoberfest ist längst auch ein wichtiger Ort für geschäftliche Kontakte, bei dem über Maßkrüge hinweg Verträge ausgehandelt werden.
In diesem Jahr setzen die Veranstalter auf alkoholfreie Biervarianten und haben die Videoüberwachung ausgebaut. Trotz dieser Neuerungen bleibt das Fest berühmt für seine Traditionstreue. Ein Liter Bier, die berühmte Maß, kostet je nach Zelt zwischen 13 und 15 Euro. Die Preise für Unterkünfte in der Nähe schnellen derweil in die Höhe – manche Zimmer werden für bis zu 1.500 Euro pro Nacht angeboten. Im Schnitt gibt jeder Besucher etwa 90 Euro aus, was zu einem geschätzten Umsatz von 634 Millionen Euro allein auf dem Festgelände führt. Berücksichtigt man die weiteren wirtschaftlichen Effekte, bringt das Oktoberfest München insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro ein. Diese Mischung aus Brauchtum, Kommerz und Feierlaune hat sogar eine ARD-Serie inspiriert: Oktoberfest, die das einzigartige Zusammenspiel von Tradition und Wirtschaft erkundet.
Das Oktoberfest bleibt eines der größten und lukrativsten Volksfeste der Welt. Mit Millionen Besuchern und Milliardenumsätzen reicht seine Strahlkraft weit über die Bierzelte hinaus. Das Fest schafft es weiterhin, jahrhundertealte Bräuche mit den Ansprüchen eines modernen, globalen Publikums zu vereinen.
