NRWs Regionalflughäfen kämpfen um die lebenswichtige **München**-Verbindung
Admin UserNRWs Regionalflughäfen kämpfen um die lebenswichtige **München**-Verbindung
Nordrhein-Westfalens kleine Flughäfen stehen vor ungewisser Zukunft
Regionale Unternehmen warnen vor Wettbewerbsnachteilen, falls die Verbindung nach München gestrichen wird. Die Lufthansa prüft derzeit die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Strecke, während Wirtschaft und Politik in der Region für ihren Erhalt kämpfen.
NRW verfügt über etwa 10 bis 12 Regionalflughäfen, darunter Dortmund, Paderborn/Lippstadt und Münster/Osnabrück (FMO), die mehrheitlich in kommunaler Hand sind und mit Millionen an Steuergeldern subventioniert werden. Der Verkehrsminister des Landes fordert strengere EU-Vorgaben sowie eine nationale Flughafenstrategie, um die Probleme zu lösen.
Der Luftverkehrsexperte Christoph Brützel, Professor für Aviation Management, zweifelt daran, dass eine Senkung der Luftverkehrsabgabe den kleineren Flughäfen spürbar helfen würde. Deutschlands Flughafengebühren zählen zu den höchsten Europas: Für einen Airbus A320 fallen rund 5.000 Euro an – im Vergleich zu 2.000 Euro in Italien und 700 Euro in Spanien. Mehrere CDU-Abgeordnete haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Klaus Klingbeil aufgefordert, die München-Strecke zu erhalten.
Ann-Katrin Weidling, Geschäftsführerin von WEICON, ist auf den Flughafen Münster Osnabrück angewiesen, den sie für ihre häufigen Dienstreisen nutzt. Sie und andere lokale Unternehmen fürchten Nachteile im Wettbewerb, sollte die Verbindung nach München wegfallen.
Die kleinen Flughäfen in NRW, die für die regionale Anbindung und Wirtschaft von zentraler Bedeutung sind, stehen aufgrund finanzieller Belastungen vor einer unsicheren Zukunft. Beteiligte fordern nun Maßnahmen, um diese Strecken zu sichern und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhalten.
