NRW setzt Maßstäbe: Fast 42 Prozent der Hochschulspitzen sind Frauen
Jakob MaierImmer mehr Frauen führen Universitäten in NRW - NRW setzt Maßstäbe: Fast 42 Prozent der Hochschulspitzen sind Frauen
Frauen besetzen 41,7 Prozent der Führungspositionen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) sind mittlerweile 41,7 Prozent der hohen Führungspositionen an Universitäten mit Frauen besetzt – ein Wert, der deutlich über dem Bundesschnitt von 35,1 Prozent liegt. Vor einem Jahrzehnt lag der Anteil noch bei nur 18,9 Prozent, was auf eine stetige Verbesserung der Geschlechterrepräsentanz auf der obersten Ebene hindeutet. Auch der Gesamtanteil der Professorinnen in NRW ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. 2013 machten Frauen 21,8 Prozent des Lehrkörpers aus, 2023 waren es bereits 29,6 Prozent. Trotz dieses Fortschritts bleiben sie in vielen akademischen Fächern unterrepräsentiert. Die Geisteswissenschaften verzeichnen mit 46,3 Prozent den höchsten Frauenanteil unter den Professor:innen. In anderen Disziplinen sieht die Bilanz jedoch deutlich schlechter aus: In den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind nur 25,6 Prozent der Lehrstühle mit Frauen besetzt, in der Rechtswissenschaft liegt der Wert bei 27,2 Prozent. In Mathematik und Naturwissenschaften beträgt der Frauenanteil 23,4 Prozent, und in den Ingenieurwissenschaften ist er mit nur 17,7 Prozent am niedrigsten. Aktuell werden 15 der Hochschulen in NRW von Rektorinnen geleitet. Die Landeswissenschaftsministerin Ina Brandes betont, wie wichtig es sei, die Kompetenzen führender Wissenschaftlerinnen stärker anzuerkennen und gezielt zu fördern. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Land weiterhin auf mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft hinarbeitet. Die aktuellen Zahlen zeigen zwar deutliche Fortschritte bei der Repräsentation von Frauen in Führungspositionen und Professorinnenstellen in NRW. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Lücken – insbesondere in Fächern wie den Ingenieurwissenschaften und den Naturwissenschaften. Die Anstrengungen des Landes, diese Ungleichheiten abzubauen, bleiben ein zentrales Anliegen.
