NRW-Politiker fordern kontrollierte Crack-Verkaufsräume in Köln und Düsseldorf
Jakob MaierNRW-Politiker fordern kontrollierte Crack-Verkaufsräume in Köln und Düsseldorf
Politiker in Nordrhein-Westfalen setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in Köln und Düsseldorf ein. Stephan Keller (CDU) und Torsten Burmester (SPD) schlagen kontrollierte Räume für den überwachten Mikrohandel vor, um die wachsenden Suchtprobleme in den Griff zu bekommen. Ihrer Meinung nach könnte dies die Kriminalität verringern und die öffentliche Ordnung entlasten.
Crack hat sich in deutschen Großstädten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund zur am weitesten verbreiteten illegalen Droge entwickelt. In Köln ist der Neumarkt inzwischen der zentrale Treffpunkt für Abhängige, was bei Anwohnern, Ladenbesitzern und Unternehmen erhebliche Belastungen verursacht. Torsten Burmester verwies auf die emotionale Zerrüttung der Anwohner, während Stephan Keller beschrieb, wie Süchtige Hausflure und Ladeneingänge zum Rauchen und anderen Aktivitäten nutzen.
Die beiden Politiker haben offiziell eine rechtliche Prüfung des Vorhabens durch die Landesregierung beantragt. Ihr Vorschlag sieht medizinisch betreute Zentren vor, in denen schwerstabhängige Konsumenten kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen könnten. Stephan Keller ist überzeugt, dass dieser Ansatz aggressives Betteln, Diebstahl und Prostitution im Zusammenhang mit Crack-Sucht eindämmen würde.
Ziel des Plans ist es, kontrollierte Umfelder für den Mikrohandel in Drogenkonsumräumen zu schaffen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, könnte dies die Art und Weise verändern, wie Städte mit dem Konsum harter Drogen und dessen sozialen Folgen umgehen. Die Landesregierung wird nun die rechtliche Machbarkeit des Vorhabens prüfen.






