17 June 2026, 17:11

NRW kämpft gegen Schwimmbad-Sterben – doch Kinder ertrinken weiter

Schwimmbad oder Schwimmbehälter? - JUNGE FREIE WÄHLER fordern Investitionen in lokale Infrastruktur

NRW kämpft gegen Schwimmbad-Sterben – doch Kinder ertrinken weiter

Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) NRW fordern politische Maßnahmen, um dem Verfall der Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen entgegenzuwirken. Viele Bäder in der Region sind in schlechtem Zustand, was zu Schließungen führt und den Schwimmunterricht für Kinder beeinträchtigt.

Etwa jedes fünfte Grundschulkind in NRW kann nicht schwimmen. Dieses Defizit trägt zu Ertrinkungsunfällen bei: 2023 starben in Deutschland 378 Menschen durch Ertrinken, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten und unzureichender Unterricht sind zentrale Ursachen für diese Tragödien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als Soforthilfe hat NRW fünf containerbasierte Mini-Schwimmbäder für 3 Millionen Euro eingerichtet. Diese provisorischen Anlagen sollen Kindern das Schwimmen beibringen. Doch die JFW NRW betont, dass dies nicht ausreicht.

Die Vereinigung fordert die Landesregierung auf, bestehende Bäder zu sanieren und nachhaltig zu unterhalten. Zudem soll sich die Bundesregierung stärker auf die heimische Infrastruktur konzentrieren – statt auf Projekte im Ausland. So gab Berlin 2020 etwa 20 Millionen Euro für Fahrradwege in Peru aus, während deutsche Schwimmbäder verfielen.

Die Forderungen kommen zu einer Zeit, in der Ertrinken für Kinder und Jugendliche ein ernstes Risiko bleibt. Ohne bessere Einrichtungen und Schwimmkurse wird sich die Lage kaum verbessern. Landes- und Bundesregierung stehen nun unter Druck, in die heimische Badeinfrastruktur zu investieren.

Quelle