Norbert Himmler bleibt ZDF-Intendant – trotz Quotenproblemen und Kritik
Emma KrauseNorbert Himmler bleibt ZDF-Intendant – trotz Quotenproblemen und Kritik
Norbert Himmler ist vom Rundfunkrat als ZDF-Intendant wiederbestätigt worden. Die Entscheidung fiel ohne nennenswerten Widerstand, obwohl es in der Vergangenheit Kontroversen über die Ausrichtung des Senders gegeben hatte. Seine Karriere beim ZDF umfasst nahezu 25 Jahre – begonnen hatte er Ende der 1990er als studentische Hilfskraft.
Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er 1998 als Volontär zum ZDF stieß. Bereits zuvor hatte er dort als freier Mitarbeiter und studentische Aushilfe gearbeitet. Im Laufe der Jahre stieg er auf: zunächst als Assistent des Chefredakteurs, später als Leiter der Programmplanung und schließlich als Direktor von ZDFneo.
Als Programmdirektor setzte er 2014 die Kult-Unterhaltungsshow Wetten, dass..? ab – doch sieben Jahre später holte er das Format zurück. Die Rückkehr 2021 lockte zwar 4,5 Millionen Zuschauer an, doch die Quoten sanken bald. Anfang 2026 erreichten die Folgen kaum noch 2 Millionen, das Weihnachtspecial 2025 sogar nur noch 1,8 Millionen.
Weder die Kritik an der Relevanz des ZDF noch der Skandal um KI-generierte Bilder bremsten seine Karriere. Seine Wiederbestätigung am Freitag sichert ihm ein Jahresgehalt von 372.000 Euro. Zwar wurden einige Formate und Spartenkanäle eingestellt, doch das Programm bleibt unter seiner Führung weitgehend unverändert.
Himmler tritt seine zweite Amtszeit als Intendant an – nach einer Laufbahn, die eng mit dem ZDF verbunden ist. Der Sender steht weiterhin vor Herausforderungen bei Inhalten und Zuschauerbindung. Seine Führung wird die Zukunft des Senders prägen, auch wenn frühere Reformen gemischte Ergebnisse brachten.