31 May 2026, 04:07

Neuer Quantencomputer am Jülich Supercomputing Centre startet hybrides Rechnen

Wachstum für die europäische Quantencomputer-Infrastruktur

Neuer Quantencomputer am Jülich Supercomputing Centre startet hybrides Rechnen

Am Jülich Supercomputing Centre (JSC) ist nun der zweite Quantencomputer eingetroffen. Das neueste System erweitert Europas Bestrebungen, Quanten- und klassisches Hochleistungsrechnen zu vereinen. Die Inbetriebnahme folgt nur vier Monate nach der Auslieferung eines ähnlichen Geräts an das französische Rechenzentrum GENCI/CEA.

Der neue Quantencomputer wurde im Rahmen des HPCQS-Projekts installiert, das von der gemeinsamen Initiative EuroHPC (EuroHPC Joint Undertaking, EuroHPC JU) finanziert wird. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligte sich an der Beschaffung. Das vom JSC koordinierte Vorhaben umfasst sechs europäische Länder, die daran arbeiten, Quantensysteme in die bestehende Supercomputing-Infrastruktur zu integrieren.

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Das Gerät wird mit dem JURECA-DC-Supercomputer am JSC verbunden und ermöglicht so hybrides Rechnen. Es ist Teil der Jülich UNified Infrastructure for Quantum Computing (JUNIQ), einer öffentlich zugänglichen Plattform für Forschende. Wie das erste in Frankreich installierte System nutzt auch dieser Quantencomputer die Technologie des Unternehmens Pasqal, die auf neutralen Atomen für stabile Quantenoperationen basiert.

Pasqals Quantum Processing Unit (QPU) arbeitet nach den Prinzipien des analogen Rechnens. Sie eignet sich für Simulationen in der Physik und Chemie sowie für Aufgaben im Bereich des quantenbasierten maschinellen Lernens. Der Quantencomputer am JSC verfügt über 100 Qubits – genauso viele wie die zuvor in Frankreich aufgebaute Anlage.

Die Ankunft dieses zweiten Quantencomputers markiert einen wichtigen Meilenstein im HPCQS-Projekt. Seine Verknüpfung mit klassischen Supercomputern soll die Forschung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen beschleunigen. Das neue System ist am JSC bereits einsatzbereit und stellt Forschenden erweiterte Quantencomputing-Ressourcen zur Verfügung. Durch die Anbindung an den JURECA-DC-Supercomputer ermöglicht es hybride Datenverarbeitung für komplexe Simulationen. Dieser Fortschritt unterstreicht Europas Engagement, die QuantenTechnologie innerhalb seiner Hochleistungsrechen-Netzwerke voranzutreiben.

Quelle