Münsters Schwimminitiative bringt 5.000 Kinder und nun auch Geflüchtete ans Wasser
Jakob MaierMünsters Schwimminitiative bringt 5.000 Kinder und nun auch Geflüchtete ans Wasser
Schwimminitiative in Münster erreicht Meilenstein: Über 5.000 Kinder in 14 Jahren schwimmfähig gemacht – jetzt profitieren auch geflüchtete Erwachsene
Eine langjährige Schwimminitiative in Münster hat einen neuen Höhepunkt erreicht: In den vergangenen 14 Jahren wurden über 5.000 Kindern das Schwimmen beigebracht. Nun wurde das Programm um ein Pilotprojekt erweitert, das geflüchteten Erwachsenen den Zugang zu Schwimmkursen ermöglicht. Lokale Organisationen und die Stadt Münster haben sich zusammengeschlossen, um Bewohnern der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Münster Schwimmkurse anzubieten.
Das landesgeförderte Programm "NRW kann schwimmen!" hat seit seinem Start bereits tausenden Viert- und Fünftklässlern in Münster grundlegende Schwimmfähigkeiten vermittelt. Auf diesem Erfolg aufbauend, bietet das Integrationspilotprojekt in der ZUE Münster nun auch Schwimmkurse für erwachsene Männer an, die in der Unterkunft leben. Die Kurse finden im Hallenbad Münster-Roxel statt, das von der Stadt vorübergehend zur Verfügung gestellt wird.
Der lokale Verein SwimSportTank e.V. organisiert die Kurse mit einem interkulturellen Team aus Schwimmlehrern. Viele von ihnen sprechen die Muttersprachen der Teilnehmer und helfen so, Sprachbarrieren zu überwinden. Anke Sundermeier, eine der zertifizierten Schwimmlehrerinnen, unterrichtet nicht nur erwachsene Männer, sondern auch geflüchtete Kinder und Frauen.
Die finanzielle Unterstützung für das Projekt kommt von der Sparkasse Münsterland Ost. Stefan Centeno Hüttemann, Vertreter der Bezirksregierung, dankte der Bank, der Stadt Münster und SwimSportTank für die gemeinsame Initiative. Durch ihr Engagement bleiben die Kurse für alle Teilnehmenden kostenfrei und inklusiv.
Bisher haben bereits Dutzende geflüchtete Erwachsene in Münster von den Schwimmkursen profitiert. Mit der fortlaufenden Unterstützung lokaler Partner trägt das Projekt weiterhin zur Integration bei – durch praktische Fähigkeiten, die im Alltag weiterhelfen. Der Zugang zum städtischen Schwimmbad, finanzielle Mittel und mehrsprachige Lehrkräfte sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren.






