Münster setzt auf Langzeitpartnerschaft für mehr Zusammenhalt in Problemvierteln
Lukas WolfMünster setzt auf Langzeitpartnerschaft für mehr Zusammenhalt in Problemvierteln
Münster startet Langzeitpartnerschaft zur Stärkung des Zusammenhalts in benachteiligten Stadtteilen
Die Stadtverwaltung und die Polizei Münsters haben am 1. September 2023 eine Vereinbarung unterzeichnet, um das demokratische Engagement in den besonders belasteten Vierteln zu fördern – dort, wo Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit und Kinderarmut weiterhin bestehen. Die Initiative baut auf einem bewährten Modell aus dem Stadtteil Coerde auf und soll nun flächendeckend in der gesamten Stadt umgesetzt werden.
Das Projekt mit dem Titel „Demokratie stärken“ orientiert sich an den bisherigen Erfolgen in Coerde. Dort hatten lokale Akteure gemeinsam mit Anwohnern, Behörden und Initiativen Aktionstage organisiert, um Probleme wie Lärmbelästigung, Müllentsorgung und öffentliche Sicherheit anzugehen. Durch die Zusammenarbeit wurden praktische Lösungen erarbeitet.
Regelmäßige „Stadtteilspaziergänge“ sollen künftig in ganz Münster stattfinden und Beteiligte zusammenbringen, um vor Ort Bedarfe zu ermitteln und gemeinsam Antworten zu entwickeln. Die Kooperation mit dem HOT Jugendzentrum unterstreicht dabei den Fokus auf die Einbindung von Kindern und Jugendlichen bei der Gestaltung ihres Lebensumfelds. Kathrin Freund, die bereits das Projekt „Coerde Zukunft“ geleitet hat, wird die erweiterte Zusammenarbeit koordinieren.
Stadt und Polizei arbeiten zudem mit weiteren Partnern unter dem Motto „Vor Ort Gesicht zeigen – Demokratie stärken“ zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, präventive Maßnahmen zu schaffen, die Integration und bürgerschaftliches Engagement fördern. Durch den direkten Austausch mit den Bewohnern sollen Vertrauen aufgebaut und Konflikte frühzeitig entschärft werden.
Die von Oberbürgermeister Markus Lewe und Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf unterzeichnete Vereinbarung besiegelt das langfristige Bündnis. Im Mittelpunkt stehen Stadtteile mit wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten, in denen durch lokale Teilhabe Stabilität gefördert werden soll. Konkrete Maßnahmen und Zeitpläne werden in den kommenden Monaten vorgestellt.






