06 February 2026, 04:08

Mönchengladbach plant 2.175 neue Ganztagsplätze für Grundschüler bis 2026

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Kindern, die vor einem Gebäude mit einer Tür und Säulen stehen, mit dem Text "Erste Klasse" unten.

Mönchengladbach plant 2.175 neue Ganztagsplätze für Grundschüler bis 2026

Mönchengladbach übernimmt in Nordrhein-Westfalen eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Die Stadt plant, bis zum Schuljahr 2026/27 für 75 Prozent der Erstklässler einen Platz anzubieten – das entspricht 2.175 neuen Betreuungsmöglichkeiten. Nun wird politischer Rückhalt gesucht, um die Finanzierung des ehrgeizigen Projekts zu sichern.

Die Stadt hat einen detaillierten Plan vorgelegt, um die Schulinfrastruktur entsprechend auszubauen. Küchen, Mensen und Mehrzweckräume sollen erweitert werden, zudem sind Maßnahmen zur Brandschutzverbesserung und Energieeffizienz vorgesehen. Jeder neue Ganztagsplatz wird über 1.000 Euro pro Monat kosten, was die Ausgaben um mehr als eine Million Euro zusätzlich erhöht.

Der Vorschlag wurde dem Jugendhilfeausschuss präsentiert; die endgültige Entscheidung fällt der Mönchengladbacher Stadtrat am 4. März. Während andere Kommunen mit unklaren Zuständigkeiten und Finanzierungslücken kämpfen, besteht Mönchengladbach darauf, die Hauptlast nicht allein tragen zu müssen. Die Stadt argumentiert, dass die bisherigen Landeszuschüsse für ein Projekt dieses Umfangs nicht ausreichen.

Städte wie Hamm und Düsseldorf bauen ihr Angebot zwar ebenfalls aus, doch viele stehen vor finanziellen Engpässen. Landesweit rechnen 62 Prozent der Schulleitungen in Nordrhein-Westfalen aufgrund von Personalmangel und Platznot nur mit einer teilweisen Umsetzung im kommenden Jahr. Mönchengladbach hingegen garantiert, dass kein Kind, das derzeit in der offenen Ganztagsbetreuung ist, durch die Umstellungen seinen Platz verliert.

Die gesetzliche Verpflichtung zur Ganztagsbetreuung für die Klassen 1 bis 4 wird schrittweise eingeführt: Ab 2026/27 für Erstklässler, bis 2029/30 dann für alle vier Jahrgangsstufen. Mönchengladbach will vorpreschen und bereits vor der Frist 1.310 zusätzliche Plätze schaffen.

Bis 2026 soll die Gesamtkapazität der Ganztagsbetreuung in Mönchengladbach damit auf 2.175 Plätze für Erstklässler steigen. Die Abstimmung im Stadtrat am 4. März wird entscheiden, ob der Plan umgesetzt wird. Bei einer Zustimmung könnte das Projekt Maßstäbe für andere Kommunen setzen, die noch mit Finanzierungs- und Logistikproblemen ringen.

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