Mönchengladbach droht Blackout – Behörden warnen vor Stromausfall und Sabotagegefahr
Jakob MaierMönchengladbach droht Blackout – Behörden warnen vor Stromausfall und Sabotagegefahr
Behörden in Nordrhein-Westfalen warnen vor Stromausfall in Mönchengladbach
Die Behörden in Nordrhein-Westfalen haben davor gewarnt, dass Mönchengladbach aufgrund von Schwachstellen in der Energieinfrastruktur von einem Stromausfall betroffen sein könnte. Innenminister Herbert Reul wies auf das Risiko gezielter Angriffe auf Versorgungsanlagen hin und rief die Bürger auf, sich auf mögliche Störungen vorzubereiten. Zwar verfügen Netzbetreiber über Sicherheitsvorkehrungen, ein absoluter Schutz könne jedoch nicht garantiert werden.
Der lokale Netzbetreiber NEW und der übergeordnete Anbieter Westnetz bestätigten, dass die Stromversorgung in Mönchengladbach weiterhin gefährdet ist. Zwar gibt es im Netz Redundanzen und Notfallprotokolle, doch räumen Beamte ein, dass Sabotage oder technische Defekte dennoch zu Ausfällen führen könnten. Die Folgen wären verheerend: Heizung, Kochmöglichkeiten, Wasserversorgung und selbst grundlegende Hygiene in Haushalten wären betroffen. Auch kritische Dienstleistungen wie Ampeln, Geldautomaten, Züge und Tankstellen würden ausfallen – die Stadt stünde still.
Um die Risiken zu verringern, bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen kostenlosen Ratgeber unter www.bbk.bund.de an. Die Bürger werden aufgefordert, Vorräte anzulegen: Taschenlampen, Batterien, Kerzen, Feuerzeuge und einen Campingkocher für das Kochen im Freien. Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Futter für Haustiere und ein Erste-Hilfe-Set sollten griffbereit sein – ebenso wie Bargeld, aufgeladene Geräte und ein batteriebetriebenes Radio. Bei einem Blackout werden warme Kleidung, Decken und Notfall-Treffpunkte entscheidend, falls die Mobilfunknetze zusammenbrechen.
Nordrhein-Westfalen blickt unterdessen in die Benelux-Region, um die Sicherheit der Infrastruktur zu stärken. Aktuell laufen Gespräche über die Einführung des KRITIS-Daseinsvorsorgegesetzes, das den Schutz kritischer Systeme in ganz Deutschland verbessern soll.
Ein längerer Stromausfall in Mönchengladbach würde den Alltag und wichtige Dienstleistungen lahmlegen. Die Behörden betonen, dass Vorsorge der beste Schutz ist, und raten den Bürgern, sich mit Vorräten einzudecken und die Sicherheitshinweise zu befolgen. Zwar wird an strengeren Infrastrukturgesetzen gearbeitet, doch bleibt die Stadt vorerst anfällig für mögliche Energiekrisen.
