23 December 2025, 02:21

Moers Bürgerrat formuliert Empfehlungen für mehr Beteiligung

Eine Gruppe von Menschen, die in der Nähe eines Podiums mit Mikrofonen, Schildern auf Ständern, Fahnen und Schildern an der Wand sowie unter hellen Scheinwerfern stehen.

Moers Bürgerrat formuliert Empfehlungen für mehr Beteiligung

Moers: Bürgerrat erarbeitet Empfehlungen für mehr Bürgerbeteiligung

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Wie lässt sich die Bürgerbeteiligung in Moers verbessern? Mit dieser Frage haben sich 48 Moerser Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Bürgerrats der Stadt Moers intensiv auseinandergesetzt.

Moers – Eine Gruppe von 48 Moerser Bürgerinnen und Bürgern hat eine Reihe von Empfehlungen vorgelegt, um das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt zu stärken. Die Vorschläge entstanden im Rahmen einer Bürgerversammlung und einer Demokratiekonferenz, die mit fachlicher Unterstützung von Wissenschaftlern und durch Bundesförderung ermöglicht wurden.

Die Ergebnisse des Bürgerrats werden nun vom Stadtrat Moers geprüft. Bürgermeisterin Christin Zupancic sicherte zu, die Anregungen eingehend zu prüfen.

Organisiert wurde die Bürgerversammlung von Diana Finkele und Eleni Kremeti im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Begleitet wurde der Prozess vom nexus Institut sowie dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal.

Aus den Diskussionen gingen vier zentrale Forderungen hervor: die Einführung verbindlicher Beteiligungsrichtlinien, die Einrichtung eines eigenen Amts für Bürgerengagement, der Wandel hin zu einer Kultur aktiver Bürgerbeteiligung sowie die Einführung eines partizipativen Haushalts. Die Teilnehmer Susanne Kempgens-Suhr, Steven Range, Sabrina Raus und Frank Wölfling präsentierten diese Empfehlungen den lokalen Entscheidungsträgern. Der Bürgerrat forderte zudem konkrete Sofortmaßnahmen, darunter eine Strukturanalyse des bürgerschaftlichen Engagements, einen städtebaulichen Wettbewerb sowie eine frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger durch weitere Foren. Besonders betont wurden Transparenz und parteiunabhängige Entscheidungsprozesse. Zu den praktischen Lösungsvorschlägen gehörte auch die Neugestaltung der Bushaltestelle Am Markt – ohne voreilige Abrisspläne. Zudem wurde die Schaffung eines digitalen Beteiligungsportals angeregt, um über Engagementmöglichkeiten besser zu informieren.

Die Stadtverwaltung hat nun klare Handlungsvorschläge, wie Bürgerinnen und Bürger künftig stärker an lokalen Entscheidungen mitwirken können. Sollten die Empfehlungen umgesetzt werden, entstehen neue Beteiligungsstrukturen – von verbindlichen Richtlinien über ein eigenes Amt bis hin zu digitalen Tools. Der nächste Schritt liegt nun bei der Prüfung und möglichen Umsetzung der Ergebnisse durch den Stadtrat.