17 June 2026, 18:44

Mindestlohn steigt 2024 und 2025 – doch Kritik an zu geringen Erhöhungen bleibt

Mindestlohn steigt ab Januar 2024 um 3,4%

Mindestlohn steigt 2024 und 2025 – doch Kritik an zu geringen Erhöhungen bleibt

Die Mindestlohnkommission hat zwei getrennte Erhöhungen des Mindestlohns beschlossen. Die erste Anhebung um 12 Cent pro Stunde tritt am 1. Oktober 2024 in Kraft. Eine weitere Erhöhung um 41 Cent pro Stunde ist für den 1. Januar 2025 vorgesehen.

Die Entscheidung stieß innerhalb der Kommission nicht auf einhellige Zustimmung. Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), zeigte sich enttäuscht vom Ergebnis. Er argumentierte, dass die Anpassungen nahezu sechs Millionen Mindestlohnbeschäftigte weiterhin mit einem realen Lohnverlust zurücklassen würden.

Mehrere Sozialverbände, darunter der Sozialverband VdK, hatten sich für einen höheren Satz von mindestens 14 Euro pro Stunde eingesetzt. Heike Herrig, Vorsitzende des VdK in Solingen-Remscheid, berechnete, dass ein Vollzeitbeschäftigter zum Mindestlohn durch die neuen Sätze brutto 71,34 Euro mehr im Monat erhalten werde.

Arbeitgeber lehnten die höheren Forderungen ab und bezeichneten sie als unrealistisch. Sie warnten, dass deutliche Erhöhungen zu Arbeitsplatzverlusten in Niedriglohnbranchen führen könnten.

Die erste Erhöhung um 12 Cent pro Stunde erfolgt im Oktober 2024, die zweite, größere Anpassung um 41 Cent folgt im Januar 2025. Beschäftigte im Mindestlohnsektor werden zwar ein leichtes Plus beim Verdienst verzeichnen, Kritiker halten die Anpassung jedoch für unzureichend, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen.

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