Millionen-Topf für die Sanierung von Sportstätten
333-Millionen-Topf für die Sanierung von Sportanlagen
Bundesprogramm fördert Modernisierung von kommunalen Sporteinrichtungen mit regionaler Bedeutung – bis 2026 stehen 333 Millionen Euro bereit.
Ein neues Bundesförderprogramm stellt 333 Millionen Euro für die Aufwertung von Sportstätten in ganz Deutschland bereit. Städte und Gemeinden können nun Zuschüsse für dringend notwendige Sanierungen in Turnhallen, Schwimmbädern und Sportplätzen beantragen. Das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen mit sportlicher Nutzung“ richtet sich an Projekte mit regionaler oder überregionaler Bedeutung.
In Marl haben bereits mehrere Vereine konkrete Pläne vorgelegt – von der Instandsetzung des Sportkomplexes der Willy-Brandt-Schule bis zum Austausch der abgenutzten Kunstrasenplätze beim FC Marl. Die Stadtverwaltung will die Anträge noch vor der Frist im Januar 2026 einreichen.
Die Mittel stammen aus dem Bundesfonds „Infrastruktur und klimaneutrale Entwicklung“. Gefördert werden Sanierungen von Turnhallen, Innen- und Außenbecken, Sportplätzen, Umkleiden, Toiletten und Lagerräumen. Kommunen müssen Eigenmittel einbringen, finanziell schwächere Gemeinden können jedoch bis zu 75 Prozent der Kosten vom Bund erstattet bekommen.
Voraussetzung für die Förderung ist die digitale Einreichung von Projekt-skizzen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bis zum 15. Januar 2026. Genehmigte Maßnahmen müssen bis Ende 2031 abgeschlossen sein. Essen hat bereits Erfahrung mit ähnlichen Fördermitteln: Die Stadt sanierte kürzlich den Sportkomplex der Willy-Brandt-Schule und baute einen neuen Übungsraum für die DLRG-Rettungsschwimmer. Nun bereitet Essen einen weiteren Antrag im Rahmen des aktuellen Programms vor.
Ziel der Förderung ist es, den jahrelangen Investitionsstau bei öffentlichen Sportanlagen zu verringern. Städte wie Marl und Essen handeln schnell, um sich einen Anteil an den 333 Millionen Euro zu sichern. Erfolgreiche Projekte müssen jedoch strenge Fristen und Auflagen des Bundes erfüllen.
