Michael Schumacher trainierte heimlich mit dem 1. FC Köln – und traf per Kopfball
Moritz RichterMichael Schumacher trainierte heimlich mit dem 1. FC Köln – und traf per Kopfball
Im November 2002 betrat der Formel-1-Legende Michael Schumacher ganz leise einen Fußballplatz statt einer Rennstrecke. Der fünfmalige Weltmeister, der gerade seinen dritten Titel in Folge mit Ferrari gesichert hatte, verbrachte einen Tag beim Training mit seinem geliebten 1. FC Köln – einem Verein, den er schon lange bewunderte. Die Einheit blieb unauffällig, genau wie er es sich gewünscht hatte.
Schumacher schloss sich der Kölner Mannschaft ohne großes Aufsehen an und fügte sich nahtlos in die Übungen ein, als gehöre er schon immer dazu. Die Spieler, angeführt von Kapitän Dirk Lottner, waren in dieser Saison bester Stimmung, hatten sie doch gerade den Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft. Trotz seines Ruhms als Rennfahrer passte Schumacher mühelos ins Team und traf sogar per Kopfball während eines Übungsspiels.
Nach dem Training nahm der Verein ihn offiziell auf und überreichte ihm die Mitgliedsnummer 10.371 – eine symbolische Geste für einen Mann, der seine Karriere damit verbracht hatte, anderswo Rekorde zu brechen. Schumacher, dankbar für das Erlebnis, lud später die gesamte Mannschaft des 1. FC Köln zu seinem nächsten Rennen auf dem Nürburgring ein und verband so auf ungewöhnliche Weise seine beiden Leidenschaften.
Der Besuch war ein seltenes Zusammentreffen von Motorsport und Fußball. Schumachers Zeit beim 1. FC Köln blieb seinem Wunsch nach Privatsphäre treu und hinterließ keine Hektik. Stattdessen wurde sie zu einem stillen, aber unvergesslichen Kapitel – sowohl für den Fahrer als auch für den Verein, der ihm am Herzen lag.
