21 January 2026, 16:11

Messe Düsseldorf setzt auf Arabien und Rüstung für neues Wachstum nach Rückschlägen

Werbung für die Fabrik von R.D. Dolberg in Hamburg, Deutschland, mit einem Plakat mit Text, einer Person, einem Zug und anderen Gegenständen.

Düsseldorfer Messe stärkt ihr arabisches Geschäft - Messe Düsseldorf setzt auf Arabien und Rüstung für neues Wachstum nach Rückschlägen

Düsseldorf bleibt eine der führenden Messestädte Deutschlands und belegt mit seiner Ausstellungsfläche Platz vier. Trotz jüngster finanzieller Rückschläge drängt der lokale Betreiber, die Messe Düsseldorf GmbH, nun in neue Märkte vor. Die Expansion auf der Arabischen Halbinsel und eine stärkere Ausrichtung auf verteidigungsrelevante Veranstaltungen sollen das künftige Wachstum prägen.

Das Unternehmen verzeichnete für 2025 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen, vor allem aufgrund einmaliger Kosten durch eine Übernahme. Dennoch sieht CEO Wolfram Diener große Chancen in der arabischen Welt, wo die Märkte weniger gesättigt und die Konkurrenz schwächer ist als in Europa oder Asien.

Sechs neue Messformate werden für die Region entwickelt, darunter eine Verpackungsmesse in Riad und eine Konsumgüterausstellung in Dubai. Ein separates Geschäftsvorhaben in Kairo soll zudem Anbindung an den wachsenden Stahlsektor Saudi-Arabiens finden, etwa an das Stahlwerk Al Qaryan in Dammam. Mit diesen Schritten will das Unternehmen seine Position auf der gesamten Arabischen Halbinsel ausbauen.

In Düsseldorf selbst soll die alle drei Jahre stattfindende Verpackungsmesse Interpack 2024 die Ergebnisse beleben. Ein weiterer Höhepunkt ist die Xponential, die im März 2024 erstmals Verteidigungstechnologien präsentieren wird – mit Fokus auf Drohnen. Eine vollständige Umwandlung in eine Rüstungsmesse lehnt das Unternehmen jedoch ab und verweist auf fehlende Unterstützung durch das deutsche Verteidigungsministerium.

Für 2026 prognostiziert die Messe Düsseldorf den ersten Umsatzanstieg seit Jahren. Treiber sollen Aufträge aus der Rüstungsindustrie, neue Veranstaltungen in der arabischen Welt und bereits geplante Großausstellungen sein.

Der Messabetreiber balanciert zwischen kurzfristigen finanziellen Herausforderungen und langfristigen Expansionsplänen. Seine Strategie setzt darauf, unterentwickelte Märkte in der arabischen Region zu erschließen und gleichzeitig die Bereiche Verteidigung und Verpackung am Heimatstandort zu stärken. Gelingen diese Schritte, könnten sie den jüngsten Rückgang umkehren und nachhaltiges Wachstum sichern.

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