Menden führt Transparenzpflicht für Stadträte ein – sieben schweigen zu Nebentätigkeiten
Emma KrauseMenden führt Transparenzpflicht für Stadträte ein – sieben schweigen zu Nebentätigkeiten
Menden führt neue Transparenzregeln für Stadtratsmitglieder ein
Nach dem Korruptionspräventionsgesetz müssen Abgeordnete in Menden künftig ihre Nebentätigkeiten offenlegen. Ab Anfang Oktober können Bürger diese Angaben im Rathaus einsehen.
Die Vorgaben basieren auf dem 2005 in Kraft getretenen Korruptionspräventionsgesetz. In diesem Jahr mussten Mendener Ausschussmitglieder bis zu einer festgesetzten Frist detaillierte Fragebögen einreichen. Erfasst werden dabei Berufe, Beratungstätigkeiten sowie Positionen in Aufsichtsräten.
Die ausgefüllten Offenlegungen liegen vom 1. bis 29. Oktober 2025 im Mendener Rathaus zur Einsichtnahme aus. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8:15 bis 12:30 Uhr, donnerstags zusätzlich von 14:30 bis 17:30 Uhr.
Sieben Personen haben jedoch keine Angaben gemacht. Betroffen sind Dennis Boecker, Tanay Gönül, Holger Hartnig, Dirk Huhn, Nils Karius, Markus Kisler und Peter Köhler, wie Bürgermeister Dr. Roland Schröder mitteilte.
Wie viele Ausschussmitglieder Menden 2025 insgesamt hat, wurde nicht offiziell bekannt gegeben. Diskussionen über die Größe von Gremien in anderen Städten wie Bochum sind hier nicht relevant.
Bürger können die eingereichten Unterlagen während des vierwöchigen Zeitfensters prüfen. Die fehlenden Angaben der sieben Mitglieder bleiben vorerst ungeklärt. Die Stadt hat noch keine Konsequenzen für die Nichtbeachtung der Pflicht angekündigt.
