30 October 2025, 08:13

Max Leven Center eröffnet in Solingen: Eine Anlaufstelle für Erinnerung und Dialog

Eine Straße mit Autos und einem Bus vor Gebäuden mit Wänden, Fenstern, Tellern und Dächern, die Plakate und Banner an den Wänden und einen Laternenmast zeigen.

Max Leven Center eröffnet in Solingen: Eine Anlaufstelle für Erinnerung und Dialog

Das Max-Leven-Zentrum (MLC) in Solingen eröffnet – ein Ort der Erinnerung, politischen Bildung und gesellschaftlichen Debatte In Solingen wurde das Max-Leven-Zentrum (MLC) feierlich eröffnet, das künftig als zentraler Ort der Erinnerung, der politischen Bildungsarbeit und des gesellschaftlichen Dialogs dienen soll. Das Zentrum, das sich im historischen Wohnhaus des jüdischen Journalisten Max Leven befindet, wurde unter anderem von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und der Stadtsparkasse Solingen unterstützt. Max Leven, 1882 geboren, zog 1916 nach Solingen und setzte sich zeitlebens für soziale Gerechtigkeit und politische Aufklärung ein. Das MLC, das ab dem 2. November für die Öffentlichkeit zugänglich ist, widmet sich seinem Leben und Wirken sowie den lokalen Dimensionen von Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit. Die Dauerausstellung stellt zudem Persönlichkeiten wie Änne Wagner vor, die in den 1920er-Jahren in der Redaktion der Bergischen Arbeiterstimme tätig war. An der Eröffnungsfeier nahmen zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur teil, darunter Bürgermeister Tim Kurzbach. Levens Nachkommen – Victoria de los Angeles Leven, Federico Leven und Maira Vazquez Leven – trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Solingen ein und erhielten Erinnerungsstücke an den historischen Ort. Bürgermeister Kurzbach äußerte die Hoffnung, das MLC werde zu einem lebendigen Raum des Austauschs – auch für Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten. Das Max-Leven-Zentrum, das von verschiedenen Institutionen gefördert wird, öffnete am Dienstag als Ort der Erinnerung und des Dialogs seine Türen. Es beleuchtet das Leben und Wirken Max Levens sowie weiterer Persönlichkeiten und zeigt auf, wie der Nationalsozialismus das Leben in Solingen prägte. Ab dem 2. November ist das Zentrum für die Öffentlichkeit zugänglich und lädt die Bürgerinnen und Bürger ein, sich mit den Ausstellungen und Diskussionsformaten auseinanderzusetzen.

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