Märkischer Kreis: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter- und Drogenunfälle 2025
Jakob MaierMärkischer Kreis: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter- und Drogenunfälle 2025
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischte Bilanz
Die Entwicklung der Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis präsentiert sich für das Jahr 2025 mit Licht und Schatten: Zwar gab es weniger Todesopfer bei Unfällen, doch die Zahl der Verletzungen durch E-Scooter und drogenbedingte Vorfälle stieg deutlich an. Der aktuelle Polizeibericht des Kreises verdeutlicht sowohl Fortschritte als auch wachsende Sorgen auf den Straßen der Region.
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Märkischen Kreis blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Allerdings veränderte sich das Unfallgeschehen: Die Zahl der Getöteten sank auf sieben (2025) im Vergleich zu elf im Jahr 2024. Auch die schweren Verletzungen gingen um 15 Prozent zurück – ein ermutigender Trend.
Dagegen häuften sich die Unfälle mit E-Scootern weiter. 2025 verletzten sich 49 Fahrer dieser Elektrokleinstfahrzeuge, was den deutlichen Anstieg seit 2020 fortsetzt. Damals waren es lediglich zwölf schwere Unfälle mit E-Scootern gewesen; 2024 stieg die Zahl bereits auf 45. Als häufigste Verstöße nennen die Behörden überhöhte Geschwindigkeit, das Fehlen von Helmen sowie das Fahren auf Gehwegen.
Besorgniserregend ist auch der starke Anstieg drogenbedingter Vorfälle. Die Zahl der Autofahrer, die wegen des Verdachts auf Drogenkonsum zur Blutabnahme verpflichtet wurden, kletterte von 915 (2024) auf 1.367 (2025). Gleichzeitig stiegen die leichten Verletzungen um 6,4 Prozent, und mehr Kinder verunglückten auf dem Schulweg. Ein besonders tragischer Fall betraf ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert, das bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
Zu den Hauptursachen für schwere Unfälle zählten nach wie vor Rasen, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen. Positiv zu vermerken ist hingegen, dass weniger Motorradfahrer in Unfälle verwickelt waren als noch 2024.
Die Zahlen für 2025 zeigen zwar Fortschritte bei der Reduzierung von Todesfällen und schweren Verletzungen auf den Straßen des Märkischen Kreises. Doch der Anstieg der E-Scooter-Unfälle, der drogenbedingten Delikte und der Kinderverletzungen deutet auf anhaltende Herausforderungen hin. Die Behörden dürften künftig auf strengere Kontrollen und Präventionskampagnen setzen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.