Machtkampf in der KAS: Kramp-Karrenbauer gegen Krings um Lammerts Nachfolge
Lukas WolfMachtkampf in der KAS: Kramp-Karrenbauer gegen Krings um Lammerts Nachfolge
In der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Deutschlands einflussreicher politischer Denkfabrik, läuft derzeit ein Führungswettstreit. Zwei Kandidaten – Annegret Kramp-Karrenbauer und Günter Krings – stellen sich am 19. Dezember der Mitgliederversammlung zur Wahl. Das Ergebnis wird entscheiden, wer den scheidenden Präsidenten Norbert Lammert beerbt, der auf eine weitere Amtszeit verzichtet hat.
Der Wahlkampf begann, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Günter Krings offiziell als seinen Wunschkandidaten vorgeschlagen hatte. Krings, CDU-Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, steht zudem an der Spitze der mächtigen Landesgruppe Nordrhein-Westfalen. Seine Nominierung Anfang Dezember stellt eine direkte Herausforderung für Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) dar, die ehemalige CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin.
Die Abstimmung am 19. Dezember wird zwischen Krings und AKK entscheiden, die jeweils von unterschiedlichen Flügeln der CDU unterstützt werden. Der Sieger oder die Siegerin wird Lammert nach nur einer Amtszeit nachfolgen. Das Ergebnis könnte die Ausrichtung der KAS in der Innen- und Außenpolitik für die kommenden Jahre prägen.
