Langenfelds Bürger kämpfen mit Mut und Kreativität für lebendige Demokratie
Moritz RichterLangenfelds Bürger kämpfen mit Mut und Kreativität für lebendige Demokratie
Über 100 Bürgerinnen und Bürger kamen kürzlich zusammen, um über den Schutz der demokratischen Werte Deutschlands zu diskutieren. Bei der Veranstaltung stand das lokale Engagement im Mittelpunkt, das die lebendige Zivilgesellschaft stärken soll. Die Rednerinnen und Redner lobten das aktive Mitwirken der Gemeinschaft, die durch Veranstaltungen und öffentliche Debatten die Demokratie verteidigt.
Professor Klaus Peter Hufer eröffnete die Diskussion mit dem Hinweis auf den 18. März als prägendes Datum der deutschen Geschichte. 1990 fanden an diesem Tag die ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR statt – ein Meilenstein für die Demokratie. Gleichzeitig würdigte er die Entschlossenheit und den zivilen Mut der Langenfelder Bürgerinnen und Bürger, die sich für demokratische Grundsätze einsetzen.
Eva Kirbisch, Sprecherin des Bündnisses "Wir für Demokratie", sprach darüber, wie Demokratie attraktiver gestaltet werden kann. Die Initiative, die 61 Partner vereint, organisierte am 3. Februar 2024 eine große Pro-Demokratie-Kundgebung in Langenfeld, an der 4.000 Menschen teilnahmen. Kirbisch betonte, wie wichtig es sei, demokratische Teilhabe so zu gestalten, dass sie Freude macht und mehr Menschen anspricht.
Das Bündnis plant weitere Veranstaltungen, um den Dialog fortzuführen. Am 6. Mai um 16 Uhr wird im Rathaus am Buttermarkt die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes" eröffnet. Im Anschluss lädt ein World Café in lockerer Atmosphäre zum Austausch von Ideen und Lösungsansätzen ein.
Das Kempen Bündnis "Demokratie – Jetzt!" diente als Vorbild für ähnliche lokale Initiativen. Es wurde im Frühjahr 2021 von acht Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, doch die Bewegung hat andere Gemeinden dazu motiviert, sich für die Demokratie einzusetzen.
Die Veranstaltung zeigte, wie sehr sich Langenfeld durch Bildung und öffentliche Teilhabe für demokratische Werte engagiert. Mit der anstehenden Ausstellung und dem World Café soll die Bürgerbeteiligung weiter vertieft werden. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass diese Aktivitäten noch mehr Menschen dazu bewegen, die Demokratie aktiv mitzugestalten.






