Langenfeld und Solingen planen gemeinsamen Bahnhalt und lehnen A3-Ausbau ab
Moritz RichterLangenfeld und Solingen planen gemeinsamen Bahnhalt und lehnen A3-Ausbau ab
Die Städte Langenfeld und Solingen haben sich zusammengeschlossen, um wichtige Verkehrsprojekte voranzutreiben. Ihre Oberhäupter trafen sich in Solingen, um gemeinsame Prioritäten zu besprechen – darunter ein neuer Bahnhalt und der Ausbau von Autobahnen. Beide Bürgermeister betonten die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit in diesen Fragen.
Bürgermeister Frank Schneider aus Langenfeld und Oberbürgermeister Tim Kurzbach von Solingen kamen in der Orangerie an der Prinzenstraße zusammen, um ihre Vorgehensweise abzustimmen. Sie bekräftigten erneut ihre Ablehnung eines Ausbaus der Autobahn A3 auf acht Spuren. Stattdessen setzen sie sich für die Aufwertung des Standstreifens sowie die Einrichtung eines Haltepunkts Landwehr mit einem dritten Gleis ein.
Der geplante Halt würde gut an bestehende Buslinien angebunden sein und die lokalen Verkehrsverbindungen verbessern. In der Region herrscht bereits breiter Konsens über die Schaffung dieses Haltepunkts. Auf der Tagesordnung standen zudem Themen wie Möglichkeiten für Homeoffice und der Stand der Entwicklung zur Smart City.
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und go.Rheinland prüfen derzeit eine mögliche S-Bahn-Linie, die Düsseldorf mit Solingen, Opladen und Köln verbinden und so die regionale Anbindung weiter stärken würde. Die Verwaltungsvorstände beider Städte treffen sich zweimal jährlich, um solche Themen zu behandeln. Das nächste Treffen ist für den Herbst in Langenfeld geplant.
Die beiden Städte werden auch künftig eng in Sachen Infrastruktur und Verkehrsverbesserungen zusammenarbeiten. Ihre gemeinsame Haltung zur A3 und zu den Bahnprojekten unterstreicht eine abgestimmte regionale Strategie.






