Krischer fordert langfristige Lösung für NRWs marode Infrastruktur statt Einmalzahlung
Moritz RichterKrischer fordert langfristige Lösung für NRWs marode Infrastruktur statt Einmalzahlung
Nordrhein-Westfalen spielt eine zentrale Rolle für Deutschlands Infrastruktur: Das Bundesland verwaltet über 7.000 Brücken, 15.000 Kilometer Straßen sowie das am stärksten frequentierte Schienennetz des Landes. Nun hat sich Verkehrsminister Oliver Krischer zu den Plänen der Bundesregierung geäußert, die Mittel für Instandhaltung und Modernisierung aufzustocken.
Krischer begrüßte den Vorschlag der voraussichtlich neuen Regierung, einen Sondervermögenstopf in Höhe von 500 Milliarden Euro einzurichten. Die Investition bezeichnete er als dringend notwendigen Anschub für die marode Infrastruktur. Gleichzeitig warnte er, dass eine Einmalzahlung allein nicht ausreiche.
Der Minister forderte stattdessen ein langfristiges Finanzierungskonzept, das nicht ausschließlich auf neue Schulden setzt. Stattdessen solle der Verkehr selbst die Einnahmen generieren, um künftige Projekte zu tragen. Eine weitere zentrale Forderung war Planungssicherheit über die jährlichen Haushalte hinaus.
Verzögerungen bei der Projektumsetzung bremsen seit Langem den Fortschritt – Krischer will diese chronischen Stop-and-go-Probleme endlich lösen. Zudem pocht er auf eine gerechte Mittelverteilung, bei der Regionen mit dem größten Bedarf Vorrang erhalten. An den Kanzlerkandidaten Friedrich Merz appellierte er, dieses Gleichgewicht bei der Verteilung zu wahren.
Der geplante 500-Milliarden-Fonds soll akute Infrastrukturdefizite in ganz Deutschland beheben. Krischers Fokus liegt jedoch auf einem stabilen, sich selbst tragenden Finanzmodell. Ohne dieses, so seine Warnung, könnten selbst große Investitionen keine nachhaltigen Verbesserungen bewirken.






